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Head erlitt 2007 Verluste

Kennelbach - Der Sportartikelhersteller Head N.V., der auch eine Produktionsstätte in Vorarlberg betreibt, ist 2007 in die Verlustzone gerutscht. Österreich-Produktion wird teilweise nach Budweis verlagert.

Das Betriebsergebnis verschlechterte sich massiv auf minus 0,7 Mio. Euro. 2006 hatte der Konzern noch einen operativen Gewinn von 20 Mio. Euro erwirtschaftet. Der Nettoumsatz sei im abgelaufenen Geschäftsjahr um 12,5 Prozent auf 321 Mio. Euro gesunken, teilte Head heute, Donnerstag, mit.

Im vierten Quartal 2007 halbierte sich der operative Gewinn gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres von 10,6 auf 4,7 Mio. Euro. Die Nettoerlöse gingen in den letzten drei Monaten des abgelaufenen Geschäftsjahres um 11,4 Prozent auf 109,2 Mio. Euro zurück. Der Konzernüberschuss brach zum Jahresausklang von 3,3 auf 0,7 Mio. Euro ein.

“Die schlechten Schneebedingungen in der Skisaison 2006/07 haben zu einem geringeren Absatz und einer geringeren Auslastung unserer Produktionskapazitäten geführt. Der Umsatz in diesem Bereich war im Berichtsquartal um 19,3 Prozent niedriger als im Vergleichsquartal des Vorjahrs, und auch die Gewinnmargen gaben nach”, erklärte Head-Chef Johan Eliasch.

Während die finanzielle Entwicklung des Wintersportbereichs schwer unter den Marktbedingungen gelitten habe, sei die ausgezeichnete Performance der Produkte vom Head-Rennteam unter Beweis gestellt worden, das mit bisher 11 Weltcupsiegen und 36 Top-3-Plätzen die Speed-Bewerbe der Saison dominiert habe.

Im Racketsportbereich erhöhte sich der Umsatz im vierten Quartal den Angaben zufolge um 4,2 Prozent. Diese Steigerung sei das Resultat neuer Produkteinführungen, die zum Teil durch die Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar wettgemacht worden sei. Das Bruttoergebnis in diesem Bereich verbesserte sich durch die Auswirkung der MicroGel Serie und Kostenreduktionen.

Der Tauchsportbereich entwickle sich weiter gut und hat laut Head-Einschätzung 2007 Marktanteile gewonnen. Der Umsatz im Berichtsquartal lag um 4,6 Prozent höher als im Vergleichsquartal 2006.

Insgesamt ergab sich wie erwartet – die Gewinnwarnung wurde bereits im Mai ausgesprochen im Geschäftsjahr 2007 ein geringfügiger Betriebsverlust, der nach Umstrukturierungskosten 0,7 Mio. Euro beträgt. “Unsere laufenden Investitionen in neue Athleten, die Entwicklung technisch fortschrittlicher Produkte und Kostensenkungsprogramme werden 2008 eine zentrale Rolle dabei spielen, um das Unternehmen wieder in die Gewinnzone zu bringen”, so Eliasch. (Forts. mögl.)

Österreich-Produktion wird teilweise nach Budweis verlagert

Der Head-Konzern schreibt Verluste und hat Sparmaßnahmen angekündigt. Um Kosten zu sparen, wird ein Teil der österreichischen Produktion wie bereits im Herbst angekündigt von Kennelbach nach Budweis ausgelagert. “Die im Herbst angekündigten Pläne werden wie bereits kommuniziert durchgeführt”, sagte der für den Wintersport-Bereich zuständige Head-Manager Klaus Hotter heute, Donnerstag, zur APA. Zusätzliche Maßnahmen seien nicht geplant.

Von der teilweisen Auslagerung der Produktion seien bis zu 40 Mitarbeiter betroffen. Die Umsetzung wird ab April schrittweise vorgenommen und bis Mitte 2009 dauern. In Vorarlberg beschäftigt Head derzeit 350 Mitarbeiter, am zweiten Fertigungsstandort in Budweis sind es rund 300.

Die Komponentenfertigung und die Technologien zur Oberflächenbehandlung für jene Alpinski, die jetzt schon in Tschechien gefertigt werden, werden teilweise verlagert. Derzeit werden noch alle Bestandteile für die Ski in Vorarlberg produziert und dann nach Tschechien geliefert. Diese Komponenten könnten laut Hotter zukünftig direkt in Tschechien hergestellt werden.

Für die in Vorarlberg produzierten Ski blieben aber weiterhin sowohl die Oberflächenbehandlung als auch die Komponentenfertigung in Kennelbach erhalten. Aus Vorarlberg kommt dann beispielsweise nach wie vor der teuerste Head-Ski für das Premium-Segment, der im Handel rund 850 Euro kostet.

2007 hatte Head auf das schwache Skigeschäft zum Jahresauftakt nach der schneearmen Wintersaison 2006/07 bereits mit Kurzarbeit in Kennelbach reagiert – der Skiproduzent hatte für 170 der insgesamt 350 Vorarlberger Mitarbeiter Kurzarbeit verfügt. Ende März beziehungsweise im April blieb die Produktion in der österreichischen Skifabrik für insgesamt vier Wochen geschlossen. Grund dafür waren die geringeren und verspäteten Auftragseingänge seitens des Handels infolge der milden Wintersaison. (Schluss) kre/wyh

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