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ÖHB-Aufholjagd zu spät - 20:28 gegen Deutsche in EM-Quali

Österreichs Handball-Männer haben die Möglichkeit, sich vorzeitig für die EM im Jänner 2012 in Serbien zu qualifizieren, nicht genutzt. Die ÖHB-Sieben unterlag am Mittwochabend im "Spiel der Spiele" in Innsbruck Deutschland mit 20:28 (8:15) und muss damit auf die abschließende Partie der Gruppe 5 am Sonntag in Island hoffen.
Das "Spiel der Spiele" in Innsbruck

Beim Olympia-Zweiten benötigen Viktor Szilagyi und Co. zumindest ein Unentschieden, um das EM-Ticket zu lösen.

Österreich konnte den Vorteil von über 5.000 rot-weiß-roten Fans in der 7.000 Zuschauer fassenden Olympiahalle zu Beginn nicht nützen. Früh geriet man klar in Rückstand und wurde für eine starke Vorstellung in der zweiten Hälfte samt Aufholjagd bis auf 17:19 (46.) nicht mehr belohnt. Die erste EM-Qualifikation aus eigener Kraft ist aber weiter möglich, die Voraussetzung mit dem Auswärtsspiel in Island am Sonntag (18.30 Uhr) aber denkbar schwer.

Der Traum vom Sieg über den Erzrivalen und dem vorzeitigen Serbien-Ticket war schon recht früh ausgeträumt. Nach 15 Minuten lag Rot-Weiß-Rot bereits mit 3:10 hinten, vom Druck auf die Deutschen, die unbedingt einen Sieg benötigten, war nichts zu spüren. Die variable 6:0-Deckung machte den Österreichern das Leben schwer, so wurden zahlreiche Fehlwürfe erzwungen. Erst in der 19. Minute gelang Rot-Weiß-Rot das vierte Tor.

In der Defensive wurde dem Gegner, insbesondere Rückraum-Werfer Pascal Hens (6 Tore), zu viel Raum gelassen, der 2,03-Meter-Mann traf fast nach Belieben. Daran vermochten auch mehrere Umstellungen kaum etwas zu ändern. Thomas Bauer ersetzte nach einer Viertelstunde den glücklosen Nikola Marinovic, später brachte Andersson die jungen Raoul Santos (19 Jahre) oder Maximilian Hermann (19), die erst im April ihre Teamdebüts gegeben hatten.

Nach Wiederanpfiff keimte angesichts einer klar verbesserten Vorstellung der Hausherren noch einmal Hoffnung auf: In Überzahl stellte man innerhalb von 105 Sekunden auf 11:15 und war zurück im Spiel. Selbst in Unterzahl konnte man in der Folge auf 13:16 bzw. 15:18 (40.) verkürzen, die Halle war aufgewacht. Auch auf dem Feld wurde die Auseinandersetzung intensiver, dank zahlreicher emotionaler Gesten auch zum Psycho-Duell.

Die Gastgeber arbeiteten sich sogar bis auf 17:19 (46.) heran, schienen dann aber Angst vor der eigenen Courage zu bekommen. Chancen blieben ungenützt, die Deutschen setzten sich auch dank eines stark agierenden Schlussmanns Silvio Heinevetter wieder leicht ab (19:23/52.) und erspielten sich in der Schlussphase, in der Österreich wieder in alte Muster zurückfiel, noch einen klaren Erfolg.

ÖHB-Aufholjagd zu spät

Magnus Andersson (Trainer ÖsterreIch): “Wir haben scheiße angefangen. Wir haben viel über Hens und die zweite Welle gesprochen, dann macht er seinen ersten Tore aus der zweiten Welle. Wir haben im Angriff ohne Geduld und fehlerhaft agiert. In der zweiten Hälfte haben wir in der entscheidenden Phase Stress bekommen, Heinevetter hat wichtige Bälle gehalten, und dann haben wir zu viele Tore bekommen.”

Zum Island-Spiel: “Jetzt spielen wir gegen eine Weltklassemannschaft. Aber es gibt eine Chance, die jüngsten beiden Spiele gegen Island waren ganz eng.”

Konrad Wilczynski (Flügelspieler Österreich): “In der zweiten Hälfte haben wir Charakter gezeigt, aber so eine erste Hälfte kann man sich gegen die Deutschen nicht erlauben. Wir haben kaum Druck erzeugen können, haben Notwürfe genommen, die Deutschen haben uns überlaufen. In der zweiten Hälfte haben wir gezeigt, wie es geht, aber das kam zu spät. Wir waren klarer Außenseiter, aber wir haben eine sensationelle EM-Quali gespielt. Die Stimmung in der Halle war auch sensationell.”

Zum Island-Spiel: “Wir können mit Druck umgehen, dass haben wir bewiesen. Wir haben mittlerweile genug Erfahrung. Wir fahren nach Island, um mindestens einen Punkt zu holen.”

Thomas Bauer (Tormann Österreich): “Wir haben verdient verloren. Leute wie Pascal Hens sind einfach Weltklasse, die sind schwer aufzuhalten.”

Heiner Brand (Trainer Deutschland): “So ein Spiel kann durchaus noch kippen. Mit einfachen Fehlern haben wir die Österreicher aufgebaut, uns aber selbst wieder da rausgezogen. In den letzten zehn Minuten war dann vor allem Tormann Silvio Heinevetter überragend. Ich bin sehr stolz, dass sich die Mannschaft am Ende einer langen Saison noch so präsentiert hat.”

Silvio Heinevetter (Tormann Deutschland): “Wir sind als Mannschaft gut aufgetreten. Wir hatten eine Schwächephase, da sind die Ösis rangekommen. Aber acht Tore sind zu viel, da muss man ehrlich sein. Wir sind super ins Spiel gekommen, waren in Angriff und Abwehr sehr diszipliniert. In der zweiten Hälfte waren wir in der Abwehr zu löchrig.”

Zum Vorgeplänkel, bei dem ÖHB-Spieler und Deutschland-LegionärRobert Weber im deutschen “Handball-Magazin” mit “Wir werden die Piefkes schlagen!” zitiert wurde: “Wenn man in Deutschland sein Geld verdient, muss man da vorsichtig sein. Ich habe gar nicht gewusst, was das heißt, musste das erst googeln. Ich habe mir gedacht, dem muss mal Erdanziehung gezeigt werden.”

(APA)

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