Haupt schlägt rot-blau-grüne Koalition vor

FPÖ-Obmann Herbert Haupt sieht die Chancen für die Fortsetzung der schwarz-blauen Regierung bei nur 20 bis 30 Prozent.

Im Gespräch mit „News“ bringt er eine neue Koalitionsvariante ins Spiel, nämlich Rot-Blau-Grün – eine „Gegenvariante ohne ÖVP.

Die würde deshalb Sinn machen“, so Haupt, „weil die ÖVP ja bei vielen Reformvorhaben, die uns – etwa im Bereich der Sozialversicherung – ein Anliegen sind, nicht mitkann.“ Haupt hält eine ÖVP-SPÖ-Regierung „noch immer für sehr wahrscheinlich“. Der FPÖ- Chef wörtlich: „Zu 50 Prozent schätze ich diese Wahrscheinlichkeit ein. Es ist unübersehbar, dass die eine Hälfte der SPÖ in die Regierung drängt, die andere in Opposition bleiben will. Heinz Fischer ist schon in Wartestellung, um wieder erster Präsident des Nationalrates zu werden.“

Die Unterstützung einer ÖVP-Minderheitsregierung schließt Haupt in dem Interview kategorisch aus. Dem Eindruck, dass die FPÖ derzeit für Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) billig zu haben sei, widerspricht der FPÖ-Obmann vehement: „Wir haben nicht die Absicht, uns billig zu verkaufen.“

Veröffentlicht werden in der neuen „News“-Ausgabe auch angebliche „Geheimpapiere“ der FPÖ-Zukunftskommission unter Leitung von Justizminister Dieter Böhmdorfer. So soll in einem „Zukunftspapier 2003“ des stellvertretenden Wiener FP-Obmanns Heinz-Christian Strache ein radikaler Umbau der Partei vorgeschlagen werden. Der Bundesobmann soll die volle und letzte Entscheidungsgewalt für alle Personalbesetzungen erhalten. Die Beobachtung politischer Gegner mit EDV-unterstützen Systemen soll forciert werden. Und analog zur legendären „Buberlpartie“ soll eine „Mäderlpartie“ in Betracht gezogen werden.

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