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"Hasi" freut sich auf das Ländle

Neuzugang René Haselbacher soll in der kommenden Saison für Siege beim Team Vorarlberg-Corratec sorgen.

Anfang Dezember hat René Haselbacher beim Professional Continental Team Vorarlberg-Corratec einen Jahresvertrag unterschrieben. In Zeiten der Radsportkrise rücken heimische Fahrer und Teams näher zusammen. Der 31-jährige Burgenländer war die letzten beiden Jahre beim kasachischen Pro Tour Team Astana tätig, wo er vorwiegend die Helferrolle für seine Kapitäne, wie Tour-de-France Sieger Contador, Leipheimer oder Klöden, übernahm. “Ich freue mich, nun für ein österreichisches Team zu fahren. Teammanager Thomas Kofler hat mich frühzeitig kontaktiert und sich um mich bemüht. Es gab zwar auch Gespräche meines Managers Tony Rominger mit Pro Tour Teams und beinahe wäre es auch zu einem Vertrag gekommen. Im letzten Moment hat es jedoch nicht geklappt. Zurzeit ist es sehr hart im Radsport”, erklärt Haselbacher, der mit seinem vier Monate alten Sohn René junior und seiner Frau in Südafrika lebt. Die Struktur im Radsport empfindet der 30-Jährige als unfair. “Obwohl ich sehr hart für das Team Astana gearbeitet habe, gab es keinen neuen Vertrag”, meint er enttäuscht. Für ihn gilt es nun in erster Linie, die Freude am Radsport wieder zu finden.

Große Erwartungen

Haselbachers größter Erfolg der vergangenen Saison war ein Etappensieg bei der Österreich-Rundfahrt. Dies gilt es 2009 zu toppen, denn er will zeigen, was er kann. Beim Team Vorarlberg-Corratec ist seine Rolle eine andere als bei Astana. “Ich muss Siege und Resultate bringen”, betonte “Hasi”. Thomas Kofler setzt große Erwartungen in den Sprinter. “Bei der Österreichrundfahrt, der Tour de Suisse und den diversen Klassikern wird er eine Leaderrolle übernehmen, seine Erfahrung umsetzen und hoffentlich Ergebnisse holen. Er hat Klasse. Durch ihn haben wir eine Einladung zum Giro del Capo in Südafrika vom 4. bis 8. März bekommen”, freut sich Kofler. Allerdings weiß er auch, dass man mit einem Namen allein kein Rennen gewinnen kann. Die Mannschaft muss zusammenpassen.

Seiltanz am Limit

Beim Teambuildung letztes Wochenende weilte Haselbacher in Südafrika, das erste Zusammentreffen ist beim Giro del Etruschi am 7. Februar in der Toskana geplant. Die übrige Mannschaft verbrachte ein adrenalinreiches Wochenende im Ländle. Ein abenteuerlicher Marsch über den “Wassermannsweg” von Dornbirn-Gütle bis auf die Hohe Kugel stand auf dem Programm. Fachkundige Hilfestellung gab es von Christian und Daniel Devigili, die mit Seil und Karabiner dafür sorgten, dass sich Harry Morscher und Co. nicht verletzten. Mit dabei auch Formel-1-Testfahrer Christian Klien und die Team-Neuzugänge Silvère Ackermann, Reto Hollenstein, Matic Strgar und Tim Klinger. Eine Feuerwehrübung, bei der eine 70 kg schwere Puppe gemeinsam zu bergen war, stellte für das Team eine weitere Herausforderung dar. Zur Belohnung gab es einen Wellness- und Erholungstag im Hospiz-Hotel in St. Christoph.

Glomser und Pollak

Ob Glocknerkönig Gerrit Glomser und Sprint-Ass Olaf Pollak dem Ländle-Team treu bleiben werden, ist noch nicht fix. “Glomser will neue Akzente setzen und weiß noch nicht, wo er seine Zukunft sieht”, erklärt Kofler.

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