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"Hasen-Naserln" in Riga

Beim 48. Song Contest am 24. Mai in Lettland wird Österreich durch den Kabarettisten Alf Poier vertreten. song.null.drei | Alf Poier

Poiers Song “Weil der Mensch zählt” setzte sich am Freitag, abends bei der Österreich-Vorausscheidung “song.null.drei” mit der Höchstwertung von 20 Punkten gegen seine neun Konkurenten durch. Bei der im ORF live übertragenen Show wurde im Voting erstmals zwischen männlichen und weiblichen Stimmen unterschieden, Poier war bei beiden Geschlechtern der beliebteste Interpret.

Moderiert haben die Österreich-Vorausscheidung Gabriela Dorschner und Gerry Friedle, der auch als “DJ Ötzi” einen Song darbot. Maximal 20 Punkte – zehn von den männlichen und zehn von den weiblichen Votern – konnten erreicht werden. Poier erzielte sowohl bei den Männern als auch den Frauen diese Höchstwertung. Petra Frey wurde mit 18 Punkten Zweite. “Ich bin ein Einzelgänger. Wenn ich bei den neun anderen dabei sein würde, wäre das ja auch komisch”, sagte Poier, nachdem das Ergebnis verkündet worden war. “Das Schwierige im Leben ist ja, verlieren zu lernen. Gewinnen ist ganz leicht.” Poier wird bei der Endausscheidung in Riga vor 400 Millionen Fernsehzusehern mit seinem Song, in dem trotz des Titels nur Tiere vorkommen, Österreich vertreten. Live auf Sendung machte er an die Konkurrentin Patricia das Angebot, als Background-Sängerin mit nach Riga zu fahren.

Im Vorjahr erreichte Manuel Ortega mit seinem Song “Say A Word” den 18. Platz in Tallin. Damit wäre Österreich für dieses Jahr beim Song Contest eigentlich nicht qualifiziert gewesen, die Teilnahme wurde jedoch durch eine Regeländerung der veranstaltenden European Broadcasting Union (EBU) ermöglicht.

Ein “bunter Haufen” waren die zehn Kandidaten der Österreich-Vorausscheidung. Petra Frey (“This Night Should Never End”) hatte Österreich schon einmal beim Song Contest vertreten und 1994 in Dublin den 17. Platz erreicht. Die ehemalige Miss Austria und Leichtathletin Patrica Kaiser (“Don’t Wanna Be”) war zuvor schon mit anderen Songs in den Charts und überzeugte mit professioneller Show und Stimme. Die Kärntner Burschen von J.O.B. zeigten ihre Jahrzehnte lange musikalische Erfahrung bei der Interpretation von “All Fingers and Thumbs”, Sänger Werner kann trotz verpasster Teilnahme auf ein freudiges Ereignis blicken: Gleichzeitig mit der Song Contest-Vorausscheidung war der Termin für die Geburt seines ersten Kindes.

Der ehemalige Favoritner Volksschullehrer Roman Kostrouch hielt ein musikalisches Plädoyer auf das “Frei sein”. Sabine Neibersch trat mit ihrem Liebes-Popsong “Dreaming Of You” an, schon im Vorfeld dezimierten sich die Girls von “Substitute” (“Girls of Summer”) selbst, als Sängerin Tina wegen eines Nervenzusammenbruchs das Handtuch warf. Aalysha beendete ihre Performance, indem sie ein auf ihre Handfläche gemaltes Anti-Kriegs-Statement in die Kamera hielt, wird ihren “Daydream” von der Song Contest-Teilnahme aber weiterträumen müssen. Auch die steirische Poprock-Formation Xtraordinary und der Musikbewerb gehen “Seperate Ways”. Die Grazer Formation “Eyeland” lieferte mit “Survive” ein äußerst Song Contest-taugliches Lied ab, bekamen aber lediglich fünf Punkte zugesprochen.

Das Teilnehmerfeld war “viel besser” als im Vorjahr, meinte Manuel Ortega gegenüber der APA: Es habe im Gegensatz zu 2002 keine Kluft zwischen guten Songs und “so lala”-Songs gegeben. Song-Contest-Veteran Gary Lux meinte im Vorfeld zur APA, man müsste “international mehr bewegen als zu blödeln”. Er habe Poiers Song “nicht kritisch angehört. Vielleicht will er verdeckt etwas damit sagen. Ich habe es bis jetzt nicht erkannt”.

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