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Haselsteiner will höhere Ticketpreise bei den ÖBB: Bahnfahren bald teurer?

Hans Peter Haselsteiner (r.) und der Vorarlberger Westbahn-Gründer Stefan Wehinger.
Hans Peter Haselsteiner (r.) und der Vorarlberger Westbahn-Gründer Stefan Wehinger. ©APA
Die Westbahn sieht die Fahrpreise der ÖBB als zu niedrig und wettbewerbsverzerrend.

Infolge des neuen Wettbewerbs auf der Schiene könnte Bahnfahren in Österreich bald für alle teurer werden, weil der neue mehrheitlich private Bahnbetreiber Westbahn die Ticketpreise der staatlichen ÖBB als zu niedrig und daher als wettbewerbsverzerrend betrachtet. Für Westbahn-Investor Hans Peter Haselsteiner ist Bahnfahren in Österreich derzeit zu billig, er nimmt die ÖBB-Preispolitik ins Visier. „Beim Preis ist sicherlich ein Drittel Spielraum nach oben“, so Haselsteiner.

Die Preispolitik der ÖBB sei durch die Subventionen vom Bund wettbewerbsverzerrend. Daher erwäge er eine Wettbewerbsklage. „Wettbewerbsklagen sind Klagen sui generis – es geht dabei um eine Klarstellung. In diesem Sinne wäre es legitim und auch sinnvoll, die Wettbewerbsbehörde in dieser Frage anzurufen.“ Auch Haselsteiners Partner Stefan Wehinger hatte schon eine Preisdiskussion für den öffentlichen Verkehr gefordert.

Start am 11. Dezember 2011

Die Westbahn startet am 11. Dezember mit ihrem Bahnbetrieb auf der Strecke Wien–Salzburg und orientiert sich dabei derzeit bei ihrem Ticketpreis am Ermäßigungspreis der ÖBB (mit Vorteilscard). Eigentümer der Westbahn sind Haselsteiner, Wehinger, Finanzinvestoren aus der Schweiz und die französische Staatsbahn SNCF.

Nach Tirol werden die Westbahn-Züge nicht so bald fahren, denn die Strecke sei „schwierig“, weil nur über das Deutsche Eck befahrbar. Interessanter sind für Haselsteiner Strecken wie Salzburg-Graz oder Wien-Graz. Das Verkehrsministerium sollte diese Strecken ausschreiben, fordert er.

Zurückhaltend zeigt sich Haselsteiner in der Frage einer Privatisierung der staatlichen ÖBB: „Anders als im Fluggeschäft ist Größe auf der Schiene kein Muss.“ Die ÖBB hätten andere Themen als dieses zu bewältigen. So müssten sie versuchen, ihren „Rucksack“ loszuwerden. (VN)

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