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Harte Bandagen im Messeeisstadion: Wälder verloren

Harte Bandagen bekamen die Zuschauer im Messeeisstadion gegen Laibach zu sehen.
Harte Bandagen bekamen die Zuschauer im Messeeisstadion gegen Laibach zu sehen. ©VOL.AT/Stiplovsek
Alberschwende. Eine bittere 1:2-Heimniederlage bezog der EHC Bregenzerwald gegen Laibach, zwei Spieler wurden ausgeschlossen und viele kleine Bankstrafen standen auf der Tagesordnung.
Best of Bregenzerwald und Laibach

Die Wälder waren sich bewusst ob der Wichtigkeit dieses Spieles. Jedoch schien das Team dies zu stark im Hinterkopf zu haben.  So startete das Wälder Team ungewohnt verhalten ins Spiel. Man verzettelte sich zu stark in Einzelaktionen und trat zu wenig kompakt als Team auf.

Laibach spielte eigentlich nicht Eishockey. Sondern wartete mit vier Mann an der gegnerischen blauen Linie auf die Wälder. Die Slowenen waren nur darauf bedacht das Spiel zu zerstören und hofften auf Ihre Konter. Zudem versuchten sie wiederum mit schmutzigem Spiel die Wälder zu provozieren und auch teilweise zu verletzten. So fuhren die Slowenen die meisten Checks nicht mit der Schulter, sondern mit dem Knie voraus. Die schnellen Wälder wurden zigmal von hinten gehackt und mit dem Stock bearbeitet. Leider wird dieses international verpönte „versuchte Hacken“ bei uns immer noch nicht konsequent geahndet.  Sträflich und nicht gerade clever war jedoch dass sich auch Routiniers beim ECB zu Revancheakten hinreisen liesen und dadurch dem Team nicht dienlich waren.

Das erste Drittel endet mit 0:0. Die Wälder verzettelten sich in zu viele Einzelaktionen, konnten nicht Ihren eigentlichen Speed finden und waren zu wenig aggressiv in Ihrem sonst starken Forechecking. Bereits nach ca. 12 Spielminuten ein brutaler Kniecheck gegen den Wälder Verteidiger Antti Kauppila. Dieser muss verletzt ausscheiden. Der Kniecheck bleibt ungeahndet. Weiterhin versuchen die Slowenen gezielt die „Leistungsträger“ der Wälder unfair zu attackieren, diese zu verletzen. Zwei Minuten vor Ende des ersten Drittel attackiert der Slowene Javornik zum wiederholten Male einen Wälder Spieler, diesmal den Torhüter. Daraus entwickelt sich ein Faustkampf zwischen dem Slowenen und Ban Christian. Diesen gewinnt der Wälder Ban Christian, wird aber ebenso wie der Auslöser für 14 Minuten in die Kühlbox verbannt. 

Dies zwingt die Wälder zu Umstellungen in der Drittelpause. Im zweiten Drittel brachten die Wälder dann in Unterzahl die Scheibe nicht aus dem Gefahrenbereich, verloren die Zuordnung und so konnten die Slowenen im  dritten Rebound zum 0:1 einschießen.  Die Wälder hatten jedoch die richtige Antwort parat und glichen bereits drei Minuten später durch Linus Lundström zum 1:1 aus. Anschließend wurden noch zwei Unterzahlsituation stark durchgekämpft.

Das letzte Drittel musste die Entscheidung bringen. Die Wälder gaben nochmals alles und es schien als könnte das Spiel zu Gunsten der heimischen drehen und entschieden werden. Die Wälder machten Druck, konnten aber nichts Zählbares erzielen. Eine weitere Unterzahlsituation wurde stark durchgespielt und als die Wälder wieder vollzählig waren kam der Dämpfer. Die Slowenen fingen einen Angriff der Wälder an der eigenen blauen Linie ab und machten von der roten Linie einen Befreiungsschlag Richtung Wälder Gehäuse. Der ansonsten stark spielende Pierre Svensson ließ sich vom Schuss überraschen und so kamen die Slowenen mit einem „Glückstreffer“ zum 1:2. Die Wälder antworteten mit wütenden Angriffen. Die Slowenen schlugen die Scheibe nur mehr fort, spielten clever destruktiv auf Zeit aber auch sehr schmutzig. Dann fünf Minuten vor Ende wieder ein brutaler Kniecheck des Slowenen Gorse Enes an Bereuter Dominik. Diesmal sah es der Schiedsrichter und schickte den Slowenen mit einer 5 Minuten plus Spieldauerstrafe vom Eis. Die Chance für die Wälder das Spiel zu drehen.  Leider ließ sich der routinierte Ban Christian während den Diskussionen zu einem dummen Revanchefoul hinreißen und vorbei war es mit der riesen Chance das Spiel noch zu drehen. Nach Ablauf der Strafe nahmen die Wälder ein Timeout und den Torhüter vom Eis. Aber diesmal konnte das Spiel nicht mehr gedreht werden. Eine Minute vor Ende musste auch der starke Lundström auf die Strafbank, wobei der Slowene sich spektakulär fallen lies.

Die Wälder schlichen mit hängenden Köpfen vom Eis, sich bewusst dass wichtige Punkte in diesem harten Kampf  um den Platz an der Sonne – den Play-off Platz –  verloren wurde.

Doch die Wälder können auch Selbstbewusst in die kommenden Trainingswochen und Spiele gehen. Denn sie sind auf dem richtigen Weg. Nun heißt es aber auch aus solchen Spielen zu lernen. Das sind Rückschläge auf dem Weg nach oben. Wichtig ist die Kräfte zu sammeln und gemeinsam weiter nach vorne zu Schreiten. Es gibt nun aufgrund eines „international Breaks“ eine dreiwöchige Spielpause für das Wälder Team. So bekommt das Team nun eine Woche Eis – Frei. Macht regenerative Einheiten, kann die Köpfe frei bekommen und den Körper pflegen. Dann geht es ab 03. Dezember wieder frisch und voll Los mit der Vorbereitung auf die so wichtige und entscheidende Phase in der Meisterschaft, im Kampf ums Play-Off, mit einem Mammutprogramm über Weihnachten bis Drei König.

Bei den nächsten Heimspielen am 15., 22. und 29. Dezember zählt und braucht das Team Ihre Unterstützung, stehen wir zusammen um die Ziele gemeinsam zu erreichen.

Henrik Alfredsson:

„Heute haben wir nicht als Team gespielt, wir haben uns in zu viele Einzelaktionen verstrickt. Was Laibach macht hat für mich nichts mit Eishockey und Sport zu tun. Sie stellen sich nur hinten hinein und sind nur auf Spielzerstörung aus, das ist für mich nicht Eishockey. Was aber nicht akzeptabel ist dass die gezielt versuchen Spieler zu verletzen und dabei von Ihren Coaches angetrieben werden. Hier müsste stärker eingegriffen werden. Verloren haben wir aber selbst das Spiel. Wir waren heute nicht fähig den Spielplan einzuhalten bzw. umzusetzen. Dazu kann es nicht sein dass sich Spieler zu dummen Revanchestrafen hinreißen lassen. Gut, das Spiel ist bereits Geschichte, wir werden daraus lernen. Wir müssen jetzt hart und konzentriert weiter arbeiten. Es wird bis zum Schluss eine enge und spannende Geschichte sein, wir haben aber das Zeug heuer erstmals nach vielen Jahren in einer sehr, sehr starken Liga die Play-offs zu erreichen. Diesem muss sich jeder bewusst sein und alles dafür unterordnen. Wir sind bereits eine enge Gemeinschaft, wir müssen jedoch noch enger werden, die Spieler, die Trainer, die Betreuer, Arzt, Masseur, Busfahrer, Vorstand, Fans, Sponsoren usw.! Wir vom ECB wollen und werden was bewegen, die Kunst ist aus dem wenigen das wir haben das Maximum herauszuholen und das taugt mir so beim ECB und bei meinen Spieler!“

EHC-Bregenzerwald  –  HK Slavija Ljubljana  (0:0 / 1:1 / 0:1 )1:2

Messestadion Dornbirn 402; Schiedsrichter Dostal, Höller, Mair.

Tore Bregenzerwald: Linus Lundström 1.

Strafen Bregenzerwald: 26 min. (Unterberger, Bereuter, Purkhard, Lundström je 2 min.; Ban 2plus2plus 10 min., und 2 x 2 min..)

Tore Ljubljana: Rajsar; Sodrznik

Strafen Ljubljana: 25 min. plus Spieldauerstrafe(Simunovic, Snoj C. je 2 min.; Javornik 2plus2plus10 min. und 2 min.; Gorse 5 plus Spieldauerstrafe)

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