AA

Hard steht im Halbfinale

HC Hard hat am Sonntag den Aufstieg ins Semifinale des Challenge-Cups geschafft und damit den größten internationalen Erfolg der Klub-Geschichte fixiert. Bregenz schied in Magdeburg fast erwartungsgemäß aus.

Mit einem Vorsprung von sieben Toren (33:26), allerdings ohne den erkrankten Emsi Ditzer, war der HC Hard zum Rückspiel im Viertelfinale des Handball-Challenge-Cups zum RK Sabac nach Serbien gereist. Nach einem laut Teammanager Walter Ritzer übernervösen Beginn erfing sich der ÖHB-Cupsieger trotz eines 1:8-Rückstandes (15.) bzw. drei vergebenen Siebenmetern und steckte zudem auch noch den Ausfall von Spielmacher Stanislaw Kulinchenko weg. Der Russe wollte einen Abpraller “fischen” und dabei sprang ihm der gegnerische Goalie in die Knie. Mit der notwendigen Wut im Bauch klappte es plötzlich in der Defensive. Die Räume wurden eng gemacht und wenn einmal ein Ball durchging, war Goalie Thomas Huemer zur Stelle, der mit einer Glanzpartie der überragende Akteur auf dem Parkett war. Nach dem 12:8 zur Pause gab es eigentlich nur noch einmal in der 48. Minute einen Gefahrenmoment für die Truppe von Coach Frank Bergemann zu überstehen. Doch in der Manier eines Klasseteams haben Robert Weber und Co. mit drei Kontertoren von 16:20 (50.) auf 19:21 (55.) sämtliche Hoffnungen der Serben auf eine Überraschung in wenigen Sekunden zunichte gemacht.

Damit qualifizierten sich die Harder mit einem Gesamtscore von 54:49 als erstes Team in der Geschichte des österreichischen Männer-Handballsports in einem Europacupbewerb für die Runde der letzten vier Teams. In der Auslosung des Halbfinals am Dienstag in Wien stehen mit Otmar St. Gallen und Wacker Thun zwei Schweizer Vertreter bzw. der ABC Braga (Por) zur Auswahl. Spieltermine sind der 2. bzw. 9. April.

RK Sabac/SCG – HC Hard 23:21 (12:8)
Sabac, 1200, SR Yudchyts/Kot (Blr)
Tore für Hard: R. Weber 8, Libergs 5, Jochum 3, Kathrein, Medini, F. Weber, Kulintschenko, Messner
Hinspiel: 26:33 – Hard gesamt mit 54:49 im Semifinale

Kein “Wunder” von Magdeburg
Der eine hat die Pflicht souverän erfüllt, der andere sich unter Wert verkauft. Magdeburg-Coach Alfred Gislason distanzierte sich trotz des klaren Erfolges von 41:25 von den Berichten in den lokalen Medien, dass Bregenz ein “Jausengegner” sei. Wie schon im Hinspiel in Bregenz, das Magdeburg mit 30:28 für sich entschied, konnte der ÖHB-Meister in der mit 4000 Zuschauern gut besuchten Bördelandhalle zunächst die Partie offen gestalten. Nach 16. Minuten stand es 11:9, nach 25. Minuten 17:14. Doch in den fünf Minuten vor und nach dem Seitenwechsel zeigte sich der Unterschied der beiden Teams. Während die Sachsen ihr Programm durchzogen und mit fünf Treffern in Folge auf 23:16 davonzogen, machten sich bei Bregenz die ersten Anzeichen von Resignation bemerkbar. “In dieser Phase haben einige Spieler den Kopf hängen lassen. Magdeburg ist dadurch zu vielen leichten Toren gekommen und hat dann die Partie ganz abgebrüht heruntergespielt”, so Bregenz-Spielertrainer Dagur Sigurdsson nach Spielende. Doch nicht nur die psychische Komponente, auch was die Fehlerquote bei den Siebenmetern betraf, scheint beim ÖHB-Meister ein Nachholbedarf zu bestehen. Nicht zum ersten Mal in dieser Saison wurde nicht nur ein Duell gegen den Gästekeeper verloren. Beim 25:41 vergaben Darko Galic drei bzw. Konrad Wilczynski einen Freiwurf. Für Magdeburg war es im 152. Europacupspiel der 102. Sieg.

SC Magdeburg – A1 Bregenz: 41:25 (20:15)
Bördelandhalle, 4.000, SR Kücükyilmaz/Altan (TUR)
Tore: Bielecki 10/1, Grafenhorst 7, Theuerkauf 6, Abati 5/1,Tkaczyk 3, Schöne 3, Vugrinec 3, Kretzschmar 2, Springer, Atlason bzw. Wilczynski 6, Schlinger 5, Galic 4, Klement 4/2, Ljubanovic 3, Sigurdsson, Knauth, Gregor Günther
Hinspiel: 30:28 – Magdeburg mit Gesamtscore von 71:53 im EHF-Cup-Semifinale

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg Sport
  • Hard steht im Halbfinale
  • Kommentare
    Die Kommentarfunktion ist für diesen Artikel deaktiviert.