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Harald Witwer fordert Berno Witwer

Harald Witwer (li.) oder Berno Witwer (re): die Thüringer haben die Wahl.
Harald Witwer (li.) oder Berno Witwer (re): die Thüringer haben die Wahl. ©Harald Hronek

(amp) Am Sonntag, 28. März sind die Thüringer erneut zur Wahlurne gerufen. In einer Stichwahl zwischen dem Herausforderer Harald Witwer und dem amtierenden Bürgermeister Berno Witwer entscheiden die Thüringer Bevölkerung, wer die nächsten fünf Jahre als “Gemeindechef” das Zepter in der Hand hat. Bei der Wahl am 14.März hatte Harald Witwer mit 45 Prozent die Nase deutlich vor Berno Witwer, der 34 Prozent Wählerzustimmung schaffte.
Mit dem Slogan “Damit etwas weiter geht” reklamiert Harald Witwer bei der Stichwahl am kommenden Sonntag die Wählergunst für sich, wohlwissend, dass hinter ihm mit der “Liste Thüringen” eine Mannschaft steht, die als Mehrheitsfraktion in den letzten 20 Jahren den “Stillstand” mitgetragen hat. Zumindest in der Gemeindevertretung wird man künftig vernünftige Mehrheiten suchen müssen, weil keine der fünf Fraktionen mehr über eine Absolute verfügt. Eine für Thüringen völlig neue Situation. Ein Zusammenrücken der Fraktionen scheint somit als klarer Wählerauftrag.
Berno Witwer beruft sich auf überwiegend einstimmige Beschlüsse in der Gemeindevertretung während seiner Amtszeit als Bürgermeister. “Damit sind alle großen Projekte auf Schiene”, argumentiert Berno Witwer für sich und stellt das “Damit etwas weiter geht” seines Mitbewerbers in Frage. Dass sich Thüringen auch unter Bürgermeister Berno Witwer bei regionalen Entscheidungen und Projekten wiederholt”ausgeklinkt” hat, lässt sich aber ebenso nicht verleugnen, wie teils mangelnde Information und Transparenz, die sich viele Mitbürger in der Vergangenheit gewünscht hätten. Mit dem Beschluss zum Bau eines gemeinsamen Bauhofes (Dienstleistungszentrum) gibt es allerdings ein erstes Signal für künftige regionale Schulterschlüsse.
Entscheidend, ob am Sonntag der Thüringer Bürgermeister, wie bisher Berno, oder tatsächlich Harald Witwer heißt, wird nicht zuletzt die Wahlbeteiligung sein und welches der beiden “Bürgermeister-Lager” besser imstande ist, sein Wählerklientel zu mobilisieren. Während für Harald Witwer auf jeden Fall die ÖVP-Tore im Landhaus weiter offen stehen, könnte eine Niederlage für Berno Witwer zum Canossa-Gang werden. Mit 53 Jahren in der Privatwirtschaft wieder Fuß zu fassen ist – menschlich gesehen – ein Sisyphos-Unterfangen.

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