Hansdotter siegte in Kranjska Gora vor Schild-Schwestern

Erster Weltcup-Sieg nach acht zweiten Plätzen für Frida Hansdotter.
Erster Weltcup-Sieg nach acht zweiten Plätzen für Frida Hansdotter.
Die "ewige Zweite" Frida Hansdotter hat am Sonntag den ersten Ski-Weltcup-Sieg ihrer Karriere gefeiert. Nach acht zweiten Plätzen triumphierte die Schwedin beim Slalom in Kranjska Gora. Die 28-Jährige verwies im Schneetreiben bei schlechter Sicht und schwierigen Pistenverhältnissen die Salzburger Schwestern Marlies (+0,05 Sek.) und Bernadette Schild (0,15) hauchdünn auf die Plätze zwei und drei.
Der Endstand im Damen-Slalom

Die US-amerikanische Halbzeitleaderin Mikaela Shiffrin fiel im Finale auf Rang sieben zurück. Neben den Schilds gab es aus ÖSV-Sicht auch für Nicole Hosp (11.), Eva-Maria Brem (21.) und Carmen Thalmann (25.) Weltcup-Punkte. Michaela Kirchgasser und Kathrin Zettel schieden aus.

“Ich habe mir gedacht, dass heute mein Tag sein könnte”, freute sich Hansdotter. “Ich wollte Gas geben und trotzdem sauber skifahren. Das ist mir trotz der schwierigen Pistenverhältnisse gut gelungen”, meinte die Skandinavierin.

Den Glauben an einen Sieg hatte Hansdotter trotz ihrer Serie an zweiten Plätzen nicht verloren: “Ich war meistens Zweite hinter Shiffrin, sie ist einfach die Beste. Aber ich wusste, dass einmal mein Tag kommen wird.”

Marlies Schild entschied das Schwestern-Duell knapp für sich, der hauchdünne Rückstand auf Platz eins macht sie nun so richtig “heiß” auf Olympia. “Die Form passt, und das nächste Rennen ist Olympia”, zeigte sich Schild zufrieden. Über die schwierigen Verhältnisse, die Schild als “knollig” beschrieb, meinte die Siegerin von 35 Slaloms: “Ich habe schon vor dem zweiten Durchgang gewusst, dass es ein Höllenritt wird da herunter.”

Schwester Bernadette schaffte nach verhaltenem ersten Durchgang im Finale den Sprung vom elften auf den dritten Rang. “Ich bin teilweise voll auf Angriff gefahren und teilweise eher dosiert. Unterm Strich bin ich sehr gut ins Ziel gekommen. Das Rennen gibt mir Zuversicht für die Spiele”, sagte Schild jun., die also ebenfalls mit viel Optimismus Richtung Sotschi blickte.

“Es wäre mehr möglich gewesen, aber es war einfach ein schwieriges Rennen für uns alle”, bilanzierte Hosp, die auf einen Platz im Olympia-Slalom hofft. “Aufstellen müssen die Trainer”, meinte die Tirolerin zurückhaltend. Hinter den Fixstarterinnen Marlies und Bernadette Schild ist Hosp (140 Punkte) aktuell die drittbeste Österreicherin im Slalom-Weltcup. Die weiteren Anwärterinnen sind Kirchgasser (126) und Zettel (103).

Als Leaderin im Gesamt-Weltcup reist die Deutsche Maria Höfl-Riesch (am Sonntag Platz 23) zu den Olympischen Winterspielen in Sotschi. Riesch führt mit 1.079 Punkten vor der Liechtensteinerin Tina Weirather (943) und der Salzburgerin Anna Fenninger (871). Der Weltcup geht erst Anfang März mit einer Abfahrt (1.3.) und einer Super-Kombi (2.3.) in Crans Montana weiter.

(APA)

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