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Hang in Doren wird entwässert

©VN/Roland Paulitsch
Doren - In Doren sind die Würfel gefallen. Gestern hat auch Otto Nöckl unterschrieben. Jetzt können die Bagger auffahren. Noch heuer wollen sie drei Brunnen schlagen. 2009 sollen bis zu neun weitere folgen.

So wollen die Spezialisten der Wildbach- und Lawinenverbauung den gewaltigen Hangrutsch von Doren stoppen. Nöckls Gasthof Adler und seine Landwirtschaft stehen der Abrisskante am nächsten. Dennoch zögerte er, der Sanierung zuzustimmen. Die „VN“ berichteten. Nöckl wollte „eine Absicherung“, eine finanzielle Entschädigung.

Einig nach drei Stunden

Das hat viel Unmut ausgelöst. Schließlich kostet die geplante Hangsanierung bereits zehn Millionen Euro. Gestern folgte ein Lokalaugenschein. Aus Wien war Ministerialrätin Maria Patek angereist. Laut Landesrat Erich Schwärzler war man sich nach drei Stunden Begehung und Verhandlung einig. „Die Familie Nöckl stellt neun bis zehn Hektar Boden zur Verfügung.“ Dies umfasst das gesamte Rutschgebiet. „Die Gemeinde kauft Nöckl mithilfe des Landes den Grund ab.“ Viel Geld kriegt er dafür nicht. „85 Prozent des Bodens sind nicht mehr wert als einen Euro pro Quadratmeter, der Rest höchstens 15 Euro“, schätzt Schwärzler. Während der Hangsanierung kann Nöckl den ungefährdeten Teil des Hanges weiter landwirtschaftlich nutzen. „Nach fünf Jahren kann er, wenn er will, das ganze Grundstück zurückkaufen.“ Dann wird die Fläche neu geschätzt. Mehr Geld erhält er nicht. Es sei denn, es gälte Flurschäden durch die Bauarbeiten zu bereinigen. „Das müsste dann jeweils separat bewertet werden“, so Schwärzler.

„In Österreich üblich“

Ministerialrätin Patek unterstrich gestern, „dass wir das in ganz Österreich so machen“. Nöckls ursprüngliche Befürchtung, er müsse mit einer geplanten Erweiterung des Stallgebäudes zehn Jahre warten, haben sich überdies nicht bewahrheitet. Schwärzler: „Gegen Vorlage von Plänen kann er jederzeit erweitern.“ Ob die Hangsanierung freilich erfolgreich sein wird, wagt niemand zu sagen. Deshalb wurde der Gemeinde auch ein Veto eingeräumt. „Sollten wir keinen Erfolg haben, kann Doren die Arbeiten jederzeit stoppen.“ Das gilt auch für das schlimmste Szenario, „wenn wir in 60, 70 Metern Tiefe kein Wasser finden.“ Dann müssen die Geologen neu ans Werk.

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