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Handelsstreiks drohen am Freitag und Samstag

Angebot der Arbeitgeber sei "Mogelpackung"
Angebot der Arbeitgeber sei "Mogelpackung" ©Canva
Während die Eisenbahner am Sonntag an einer Einigung im dortigen KV-Streit scheiterten und es daher am Montag zu einem ganztägigen, österreichweiten Bahnstreik kommt, hat sich auch der Tarifkonflikt im Handel weiter zugespitzt.

So hat der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) seiner Teilgewerkschaft GPA eine Streikfreigabe für den Handel erteilt. Dort drohen ein Ausstände am kommenden Freitag und Samstag - bei großen Händlern, auch im Lebensmittelbereich.

Beim Feilschen um den Handels-KV geht es um höhere Gehälter für rund 430.000 Angestellte und Lehrlinge im Einzel-, Groß- und Kfz-Handel. Am Dienstag könnte es nochmals Gespräche geben, die die Ausstände noch abwenden könnten - der Termin ist vorerst laut GPA aber noch nicht fixiert worden.

Ein GPA-Sprecher erläuterte am Sonntagnachmittag auf Nachfrage der APA, dass es in mehr als 300 Unternehmen Streikbeschlüsse aus dortigen Betriebsversammlungen gibt. Darunter sind große Handelsketten - auch aus der Lebensmittelbranche -, Textilketten, Großhändler und Baumärkte. Wo es keinen Betriebsrat gibt, gibt es auch keine entsprechenden Beschlüsse also drohen auch keine Streiks.

Angebot "nicht annehmbar"

Die Arbeitgeber boten zuletzt einen Gehaltsanstieg von 4 Prozent und eine Einmalzahlung in Höhe von 3 Prozent. Die Gewerkschaft lehnt Einmalzahlungen ab und fordert angesichts der hohen Inflation ein Plus von 10 Prozent.

Das Angebot der Arbeitgeber sei "für die Handelsangestellten angesichts der momentanen Teuerung nicht annehmbar", so die Chefverhandlerin der Gewerkschaft GPA Helga Fichtinger, in einer Aussendung. Es handle sich um eine "Mogelpackung, denn 4 Prozent dauerwirksame Gehaltserhöhung und 3 Prozent Einmalzahlungen ergeben rechnerisch zwar 7 Prozent, jedoch die dauerhafte Wirkung sind nur 4 Prozent auf das Gehalt."

Die modifizierte Forderung der Gewerkschaft GPA liege bei plus 8,5 Prozent mit einem Mindestbetrag in Höhe von 200 Euro, was für niedrigere Gehaltsgruppen ein deutlich höheres Gehaltsplus in der Höhe von 11 Prozent bedeute.

(APA)

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