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Hamilton-Heimsieg in packendem Silverstone-GP

Ein Engländer gewinnt den Großen Preis von England
Ein Engländer gewinnt den Großen Preis von England ©APA-AFP -Andrej Isakovic
Mercedes hat erneut einen Doppelsieg eingefahren. Mit seinem 80. Karriere-Erfolg avancierte Lewis Hamilton mit nunmehr sechs Heimsiegen zum Silverstone-Rekordsieger.
Hamilton neuer Silverstone-Rekordsieger
NEU

Lewis Hamilton feierte am Sonntag in Silverstone einen Heimsieg vor Valtteri Bottas. Dritter im von vielen Zweikämpfen geprägten zehnten Saisonlauf wurde Ferrari-Youngster Charles Leclerc vor Red-Bull-Mann Pierre Gasly.

Endergebnis

1. Lewis Hamilton (GBR) Mercedes 01:22:29,538

2. Valtteri Bottas (FIN) Mercedes +24,928

3. Charles Leclerc (MON) Ferrari +30,117

4. Pierre Gasly (FRA) Red Bull +34,692

5. Max Verstappen (NED) Red Bull +39,458

6. Carlos Sainz jr. (ESP) McLaren +53,639

7. Daniel Ricciardo (AUS) Renault +54,401

8. Kimi Räikkönen (FIN) Alfa Romeo +01:05,540

9. Daniil Kwjat (RUS) Toro Rosso +01:06,720

10. Nico Hülkenberg (GER) Renault +01:12,733

"Ich bin so stolz"

"Ich bin so stolz, hier vor meinem Heimpublikum als Sieger zu stehen. Man könnte denken, man gewöhnt sich daran. Aber ich bin sehr dankbar dafür", jubelte Hamilton. Der fünffache Champion ist nun auch Silverstone-Rekordsieger. Öfter als sechs Mal hat an dem so prestigeträchtigen Formel-1-Schauplatz, der dies für zumindest fünf weitere Jahre bleiben wird, niemand gewonnen.

Die vom Veranstalter erwarteten 140.000 Fans bekamen ein Rennen zum Mitfiebern geboten. Hamilton machte von der ersten Kurve an Druck auf Bottas, der aus der Pole Position gestartet war. Doch der Finne wehrte alle Angriffe ab. Dahinter ging es ähnlich packend zu, Verstappen jagte seinen Alterskollegen Leclerc rundenlang über das britische Traditionspflaster. Red Bull hatte davor Ferrari während des zeitgleichen Boxenstopps abgezockt, doch nach einem Fahrfehler musste Verstappen den Ferrari-Mann wieder passieren lassen.

Das Klassement wirbelte eine Safety-Car-Phase durcheinander, aus der Bottas (dann 2.) und zunächst auch Leclerc (6.) als Verlierer herausgingen. Mercedes enteilte in der Folge der Konkurrenz, dahinter eskalierte das Duell zwischen Vettel und Verstappen. Nach einem Brachial-Manöver Vettels landeten beide im Kiesbett. Während der Deutsche ans Ende des Klassements zurückfiel und später bestraft wurde, konnte Verstappen überraschend weiterfahren. Der Niederländer war freilich wenig glücklich. "Es wäre ein zweiter, oder dritter Platz geworden", beteuerte der Spielberg-Sieger, der im WM-Klassement (136) dennoch erster Silberpfeil-Verfolger bleibt.

Neuer Rekordsieger in Silverstone

Mit seinem 80. Karriere-Erfolg avancierte Hamilton mit nunmehr sechs Heimsiegen zum Silverstone-Rekordsieger. Nach seinem neuerlichen Erfolg führt Hamilton die Gesamtwertung mit 223 Punkten deutlich vor Bottas (184) an. Dritter ist Spielberg-Sieger Max Verstappen (136) im Red Bull, der nach einem Crash mit Ferrari-Star Sebastian Vettel noch Fünfter wurde.

Hamilton hatte seinem Stallrivalen in der allerletzten Runde noch den Extrapunkt für die Tagesbestzeit abgeluchst. Bottas blieb trotz des unglücklichen Rennhergangs trotzig optimistisch: "Wir hatten einen guten Fight. Ich kämpfe weiter, es ist noch nicht vorbei." Sein Chef hatte Mitleid: "Er hätte sich verdient, das Rennen zu gewinnen. Er war superschnell heute", sagte Mercedes-Teamchef Toto Wolff. Er bejubelte den bereits siebenten Saison-Doppelerfolg für sein Team.

Lecler, ein Rising Star

Leclerc fuhr nach dem zwischenzeitlichen Rückschlag noch aufs Podium - zum vierten Mal in Serie. "Es ist wahrscheinlich das Rennen, das ich am meisten in meiner Formel-1-Karriere genossen habe", meinte der 21-jährige Monegasse danach. Das Geschehen zuletzt, als er in Spielberg von Verstappen spät debütiert worden war, habe ihm die Augen geöffnet. In England war also Kampfmodus angesagt. Leclerc: "Es ist gut für die Formel 1, wenn am Limit und manchmal vielleicht ein wenig darüber gekämpft wird."

Das nächste Rennen steht in zwei Wochen auf dem Hockenheimring an. Erneut ein Mercedes-Heimspiel.

(APA)

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