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Hamilton feierte Ungarn-Sieg vor Räikkönen

Lewis Hamilton feiert in Ungarn seinen ersten GP-Sieg für Mercedes.
Lewis Hamilton feiert in Ungarn seinen ersten GP-Sieg für Mercedes. ©EPA
Lewis Hamilton ist und bleibt der Spezialist für den Formel-1-Grand-Prix von Ungarn. Der Mercedes-Pilot triumphierte am Sonntag entgegen allen Prognosen zum vierten Mal in seiner Karriere auf dem Hungaroring. Weltmeister Sebastian Vettel hielt den Schaden in der Hitzeschlacht mit Platz drei hinter Kimi Räikkönen in Grenzen. Räikkönen ist nun mit 38 Punkten Rückstand Vettels erster WM-Verfolger.
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Hamilton feiert Ungarn-Sieg

Vettel biss sich im Finish am Lotus-Piloten, der als einziger Topfahrer mit zwei statt drei Boxenstopps durchkam, die Zähne aus. An der Spitze überwand Hamilton die Reifenprobleme, mit denen Mercedes zuletzt zu kämpfen hatte. Der 28-jährige Brite, der die vergangenen drei Rennen aus der Pole Position gestartet ist, landete seinen 22. Grand-Prix-Sieg, den ersten für seinen neuen Arbeitgeber.

Vettel weiter klar WM-Leader

“Es ist ein unglaubliches Gefühl. Das ist einer der wichtigsten Siege meiner Karriere”, versicherte Hamilton. “Ich war hungrig und ich habe gehofft, dass die Reifen halten.” Sie haben es getan. Mit seinem vierten Ungarn-Sieg nach 2007, 2009 und 2012 zog Hamilton mit Rekordhalter Michael Schumacher gleich. In der WM-Wertung fehlen dem Weltmeister von 2008 aber immer noch 48 Punkte auf Vettel.

Der dreifache Weltmeister muss weiter auf seinen ersten Sieg auf dem Hungaroring warten. “Es war nicht das beste Rennen”, gestand Vettel. Nach einem schwachen Start verteidigte der Red-Bull-Pilot Rang zwei, beschädigte sich aber hinter Jenson Button im McLaren seinen Frontflügel. Nach Adaptionen setzte er im Finish Räikkönen zu. “Ich habe gekämpft bis zum Schluss, leider führte kein Weg an ihm vorbei.”

“Iceman” Räikkönen cool wie immer

Räikkönen verspielte die mögliche Siegchance bereits im Qualifying. “Wenigstens haben wir ein paar Punkte auf Sebastian aufgeholt”, meinte der “Iceman”. Um einen Zähler zog er in der WM an Fernando Alonso vorbei. Der Ferrari-Star rettete hinter Mark Webber im zweiten Red Bull Rang fünf gegen Romain Grosjean. Das Rennen von Räikkönens Lotus-Teamkollegen hatte eine Durchfahrtsstrafe zunichtegemacht, die der Franzose ebenfalls nach einem Duell mit Button davontrug.

Bei 35 Grad Luft- und 50 Grad Streckentemperatur waren Überholmanöver sonst Mangelware – und nur Folge unterschiedlicher Strategien. Grosjean setzte sich einmal spektakulär außen gegen Felipe Massa (Ferrari/8.) durch, Hamilton gegen Webber. Button wurde für seinen sensiblen Umgang mit den Reifen mit Rang sieben belohnt. Der als künftiger Vettel-Teamkollege gehandelte Daniel Ricciardo verpasste trotz guter Startposition zum zweiten Mal in Folge die Top Ten.

Mercedes stärker als erwartet

Den ersten WM-Punkt der Saison gab es dagegen für Williams. Pastor Maldonado erbte ihn nach einem Motorschaden von Mercedes-Pilot Nico Rosberg vier Runden vor Schluss. Der zweifache Saisonsieger Rosberg hatte im Gegensatz zu Hamilton von Beginn an Probleme. Nach schwacher erster Kurve beschädigte sich der Deutsche bei einer Berührung mit Massa den Frontflügel.

“Wir sind trotzdem sehr happy”, versicherte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff. “Es war sehr heiß und die Reifen haben gut gehalten. Die Schritte, die wir getan haben, waren in die richtige Richtung.” Nach einer vierwöchigen Sommerpause geht es am 25. August mit dem elften Saisonrennen in Belgien weiter.
Endstand nach 70 Runden

1. Lewis Hamilton GBR Mercedes 1:42:29,445
2. Kimi Räikkönen FIN Lotus +10,938
3. Sebastian Vettel GER Red Bull 12,459
4. Mark Webber AUS Red Bull 18,044
5. Fernando Alonso ESP Ferrari 31,411
6. Romain Grosjean FRA Lotus 32,295
7. Jenson Button GBR McLaren 53,819
8. Felipe Massa BRA Ferrari 56,447
9. Sergio Perez MEX McLaren 1 Runde
10. Pastor Maldonado VEN Williams 1 Runde
11. Nico Hülkenberg GER Sauber 1 Runde
12. Jean-Eric Vergne FRA Toro Rosso 1 Runde
13. Daniel Ricciardo AUS Toro Rosso 1 Runde
14. Giedo van der Garde NED Caterham 2 Runden
15. Charles Pic FRA Caterham 2 Runden
16. Jules Bianchi FRA Marussia 3 Runden
17. Max Chilton GBR Marussia 3 Runden
18. Paul di Resta GBR Force India 4 Runden
19. Nico Rosberg GER Mercedes 6 Runden

Out: Adrian Sutil (GER/Force India), Esteban Gutierrez (MEX/Sauber), Valtteri Bottas (FIN/Williams)

Schnellste Runde: Webber (61./1:24,069)

(APA)

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