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Haiti: Powell sagt Hilfe zu

US-Außenminister Powell hat der Regierung Haitis Hilfe beim Wiederaufbau des Landes zugesagt. Bei einem Besuch in Port-au-Prince forderte Powell alle Rebellen auf, die Waffen niederzulegen.

Es ist der erste Besuch eines hochrangigen ausländischen Politikers in der Karibikrepublik seit dem Sturz von Präsident Jean Bertrand Aristide.

Nach Angaben von Powell wollen die USA ein siebenköpfiges Team von Sicherheitsexperten nach Haiti entsenden, das der Regierung von Premierminister Gerard Latortue zur Seite stehen soll. Außerdem stellt Washington 52 Millionen Dollar (43 Millionen Euro) für ein Infrastrukturprogramm zur Verfügung, mit dem mehrere tausende Arbeitsplätze in den Großstädten Port-au-Prince, Cap Haitien und Gonaives geschaffen werden sollen. Darüber hinaus erhält Haiti Geld zur Schulung der Nationalpolizei, zum Aufbau einer Wahrheitskommission und zur Vorbereitung der nächsten Wahlen. Diese sollen laut Latortue erst 2005 stattfinden.

Der frühere Präsident Aristide hatte nach monatelangen Unruhen und einem bewaffneten Aufstand am 29. Februar das Land verlassen. Später versicherte er, zum Rücktritt gezwungen und gegen seinen Willen außer Landes gebracht worden zu sein. Die USA und Frankreich haben diese Vorwürfe zurückgewiesen. Aristide, der nach seinem Sturz zunächst in die Zentralafrikanische Republik geflogen wurde, hält sich zur Zeit auf der Haiti benachbarten Insel Jamaika auf. Die USA wollen sich dafür einsetzen, dass die Karibische Gemeinschaft (CARICOM), die Aristide unterstützt hatte, ihre bisherigen Vorbehalte gegen die Regierung Latortue aufgibt.

In Haiti sind derzeit 3600 ausländische Soldaten stationiert, unter ihnen knapp 2000 aus den USA. Sie gehören zu einer Übergangstruppe, die vom Weltsicherheitsrat ein Mandat für drei Monate erhalten hatte.

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