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Hahn will Wiener VP-Chef bleiben

Der designierte EU-Kommissar, Noch-Wissenschaftsminister und Wiener ÖVP-Chef Johannes "Gio" Hahn will letzteres bleiben - und das nicht nur vorerst. "Ich glaube nicht, dass es notwendig ist, das Amt zurückzulegen", sagte er am Mittwoch zur APA. Er werde "wahrscheinlich" auch nach der Wien-Wahl im kommenden Jahr noch Parteiobmann sein. Gesucht wird aber ein Spitzenkandidat. Über die Namen möglicher Kandidaten wollte sich Hahn nicht äußern.
Hahn will VP-Chef bleiben

Er trage immer mehrere Personen “im Herzen”, versicherte der künftige Kommissar. Mit der Suche wollen sich die Wiener Stadt-Schwarzen aber noch Zeit lassen: “Es gibt keinen besonderen Stress”, so Hahn. Er selbst sei noch nicht einmal 24 Stunden lang nominiert. Es gebe darum keine große Eile, die Frage des Listenersten zu klären.

“Gio” Hahn will weiterhin Landesobmann bleiben, auch als EU-Politiker, der nicht ständig in Wien präsent ist. “Mein Arbeitsfeld wird Brüssel sein, aber ich habe in Wien über die Jahre ein hervorragendes Team von hauptamtlichen und ehrenamtlichen Funktionären aufgebaut, wo man wirklich aus dem Vollen schöpfen kann”, sagte Hahn. Zusatz: “Ich flüchte auch nicht.”

Es sei jedenfalls “nicht notwendig”, dass der neue Spitzenkandidat auch Parteichef wird: “Der soll sich auf die Wahl konzentrieren, wer Parteiobmann ist, ist eine interne Angelegenheit.”

Dass der Spitzenkandidat – oder die Kandidatin – es schwierig haben wird, weil er oder sie sich in relativ kurzer Zeit einen Namen machen muss, glaubt Hahn nicht. Die Präsentation eines neuen Spitzenkandidaten werde soviel Aufmerksamkeit auf sich ziehen, dass damit der Wettbewerbsnachteil wieder wettgemacht werde, zeigte sich der VP-Politiker überzeugt. Woher der oder die Neue kommen wird und ob es sich um einen Quereinsteiger handeln könnte, ließ Hahn offen.

Zuletzt waren bereits eine Reihe von Namen kolportiert worden. Gute Chancen werden etwa Staatssekretärin Christine Marek (V) eingeräumt. Auch der Name des EU-Abgeordneten Othmar Karas wird inzwischen lanciert. Hahn selbst wollte derartige Gerüchte heute nicht kommentieren, was auch für seine Nachfolge als Wissenschaftsminister zutraf. Diese zu regeln ist laut Hahn Sache von ÖVP-Chef Josef Pröll.

Dass der Wiener ÖVP-Chef auch noch kommunalpolitisch aktiv ist, demonstrierte er heute: Er präsentierte die neue ÖVP-Herbstkampagne für die Bundeshauptstadt. Den letzten Bogen kleisterte Hahn dabei eigenhändig auf das neue Plakat – auf dem das Wort “Schlafen” durchgestrichen ist und durch “Machen” ersetzt wurde. “Wie zu meinen Studentenzeiten”, kommentierte er diese Tätigkeit.

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