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Hänschen klein

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Die süßen Roboter, seien sie noch so babylike konstruiert, faszinieren heute wie früher z.B. die Automatenpuppe „Olympia“ in Hoffmanns Erzählungen, Goethes Homunculus oder Tinguelys Kunstmaschinen. Als die Puppe „Olympia“ zerstört wird, entdeckt Hoffmann, dass er ein seelenloses Objekt geliebt hat. Können Roboter menschliche Regungen auslösen, obwohl sie keine haben? Nein, das liegt am Menschen nicht am Roboter. E.T.A. Hoffmann ist eine Fundgrube des bizarren Fantastischen, dagegen sind die Star War Figuren fad und einfallslos. Die Runden des Roboter-Staubsaugers und des Roboter-Rasenmähers (wie süß) sichern der Familie Biedermann aus Haselstauden den Eintritt ins digitale Zeitalter mit dem irreführenden Ausdruck „A.I. – Artificial Intelligence“. Mit Intelligenz hat A.I. nichts zu tun, bestenfalls mit dem Spieltrieb. Schiller: „Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.” z.B. ist Seehofer, wenn er mit seiner der Modelleisenbahn spielt, ganz Mensch (?)

Der Freiheitsdrang als A.I.Treiber? Die Sehnsucht nach Freiheit von irgendwas (was eigentlich) kann aber nicht nur das Spiel, vom Kartenspiel bis zum DKT, stillen. Hanna Arendt sagt in ihrem Essay „Freiheit und Politik“: „Solange man handelt ist man frei, nicht vorher und nicht nachher, weil Handeln und Freisein ein und dasselbe sind.“… hm, schwierig, weiterlesen: Reclam 19465, nur 6 Euro.

A.I. ist nicht mehr als der kindliche Ansatz, technisch zu spielen (töff töff), über Algorhythmen zu zaubern und Schöpfer sein auszuprobieren. Ein Algorhythmus ist aber nicht intelligent, er ist eine Folge von gefütterten Anweisungen (geklauten Daten). Auch Religionen benutzen den Zauber für sich, beim „Deus ex machina“ und im Jesuitentenheater: Explosionen, Blitz und Donner, feuerspeiende Drachen, an Leinen herabfliegende Engel und bei infernalischem Lärm von der Erde verschluckte Gespenster. Das rote Computerauge in Kubricks „2001“ erzeugt das angstvolle menschliche Prickeln, wenn wir im Kino HAL zuschauen dürfen, der gegen den Menschen, der ihn abschalten will, seine Existenz rücksichtlos (auch über Tötung) sichert. Huhu! Es gelingt HAL dann doch nicht. Das Letzte, das wir von ihm vernehmen, ist, ihn „Hänschen klein“ singen zu hören, eine geniale Parodie Kubricks des ganzen Roboterklimbims. Damit sind wir wieder bei Horsts Modeleisenbahn gelandet. „Ist Digitalismus eine neue Heilslehre, eine Sekte, deren Gott die Technologie ist?“ (NZZ 8.1.18). Horst hat auch eine Playmobil-Merkel mit braunem Haar und rotem Blazer. Aufpassen!

Ich kauf mir jetzt sicherheitshalber eine grüne Alienbrille um 2,99 Euro und geh mit Trump nach Davos zu den Wirtschaftgläubigen.

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blogz ©. Die süßen Roboter, seien sie noch so babylike konstruiert, faszinieren heute wie früher z.B. die Automatenpuppe „Olympia“ in Hoffmanns Erzählungen, Goethes Homunculus oder Tinguelys Kunstmaschinen. Als die Puppe „Olympia“ zerstört wird, entdeckt Hoffmann, dass er ein seelenloses Objekt geliebt hat. Können Roboter menschliche Regungen auslösen, obwohl sie keine haben? Nein, das liegt am Menschen […]
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