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"GZSZ" feiert Jubiläum

Auch in harten Zeiten ist auf „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ Verlass. Die tägliche RTL-Serie, seit 11. Mai 1992 auf dem Bildschirm, bildete in den vergangenen Monaten, als der private Marktführer in Köln unter rückläufigen Marktanteilen litt, die wichtigste Einnahmequelle und damit ein sicheres Standbein des Senders. Die Serie erzielte im Monat September bei den für RTL wichtigen jüngeren Zuschauern zwischen 14 und 49 Jahren laut GfK-Fernsehforschung in Nürnberg einen Marktanteil von 25,7 Prozent.

Folge 3333

An diesem Donnerstag (19.40 Uhr) zeigt RTL bereits die 3333. Folge der Soap, in der es seit jeher um Liebe und Streit vor der Kulisse einer Berliner Wohnsiedlung geht. Auch die Attacken der Konkurrenz konnten „GZSZ“, wie die Serie kurz genannt wird, nichts anhaben. Mit der Telenovela „Verliebt in Berlin“ fuhr Sat.1 im vergangenen Winter ein starkes Gegenprogramm auf, das sich gegen Ende ein paar Minuten mit „GZSZ“ überschneidet. Doch – wie auch die RTL-Quoten allgemein – nahm „GZSZ“ im September wieder Fahrt auf.

Rund um die Serie, die von der gerade auf Soaps und Telenovelas spezialisierten Firma Grundy Ufa produziert wird, ist mittlerweile eine kleine Industrie entstanden. Weit über 100 Fanartikel umfasst die Produktlinie, die RTL Enterprises mit seinen Partnern entwickelt hat. Von der Zeitschrift, dem Roman zur Serie, der mit Logo bedruckten Tasse über Bettwäsche, Strandtücher und CD-Compilation bis hin zum „GZSZ“-Handy-Spiel – dem Geldausgeben sind keine Grenzen gesetzt.

Musikkarrieren

Die Serie hat auch erfolgreiche Karrieren begründet: Yvonne Catterfeld hat mit ihren Songs den Sprung von Null auf Eins geschafft. Charterfolge feierten zuvor auch schon Jeanette Biedermann und Oli.P. Mit ihrem Gesangstalent probierten es zudem Susan Sideropoulos und Dominic Boeer bei der RTL-Show „Star Duell“. Mehr als 40 „Stars & Hits“-Sammelalben erschienen bislang unter dem „GZSZ“-Label.

RTL hat nachgerechnet: 3.333 Folgen entsprechen 181.509 Drehbuchseiten, 63.832 Szenen, 2.777 Studiodrehtagen und 1.433 Außendrehtagen. Mitgespielt haben 3.220 Schauspieler in großen und kleinen Rollen. Mehr als 32.400 Komparsen wurden eingesetzt. 27 Rollen sind im Laufe der Jahre gestorben – als letzter Deniz Ergün (Ismail Sahini), der bei seiner Hochzeit mit Sandra (Maike von Bremen) ums Leben kam. 15 Ehen wurden bisher geschlossen und 1.782 Lippenstifte aufgebraucht.

Dauerbrenner

Von Anfang an dabei ist Schauspieler Frank-Thomas Mende, der am 21. Oktober 1949 in Annaberg (Erzgebirge) geboren wurde. Mende spielte nach seiner Schauspielausbildung in zahllosen Theater- und TV-Produktionen mit und arbeitet nebenbei als Übersetzer und Regisseur. Er sprach als Clemens Richter am 11. Mai 1992 den ersten Satz der Serie: „Was ist denn?“. Auch Hans Christiani ist ein Mann der ersten Stunde: Der 54-Jährige verkörpert seit der ersten Folge A.R. Daniel.

Die Jubiläumsepisode, die bis 21.15 Uhr läuft, heißt „Eine Hochzeit mit Hindernissen“. Es geht um einen Gangster, eine entführte Braut, ein gestohlenes Collier und eine rasante Verfolgungsjagd. Zu Gast in der Folge ist der derzeit in Haft befindliche Schauspieler Martin Semmelrogge in der Rolle des Gangsters Martin Fuchs.

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