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Gute Ideen begeistern immer - auch wenn es sie schon 150 Jahre gibt

Feldkirch. Am 24. Juni 2009 jährt sich zum 150. Mal die Geburtsstunde des Roten Kreuzes. Am 24. Juni 1859 wurde der junge Schweizer Kaufmann Henry Dunant in Norditalien Zeuge der Schlacht von Solferino. Nach Ende der Kämpfe blieben auf dem Schlachtfeld 40.000 Verwundete zurück und warteten auf Hilfe – viele vergeblich. Dunant entschloss sich zu helfen. Gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung organisierte er die Versorgung der Verwundeten. Dort und damals ist die Idee der humanitären Hilfe für Kriegsopfer entstanden. In den vergangenen 150 Jahren ist aus dieser Idee Henry Dunants eine weltumspannende Bewegung geworden – das Rote Kreuz.“

„Die Nationalität der Soldaten spielte keine Rolle“, sagt Fredy Mayer, Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes, „geholfen wurde nach Grundsätzen, die für uns nach wie vor gültig sind: unparteilich und neutral. In 186 Staaten gibt es heute Rotkreuz- oder Rothalbmondgesellschaften, die Menschen in Not helfen und Leben retten – im Krieg wie auch in Friedenszeiten. 100 Millionen Mitarbeiter, davon rund 55.000 in Österreich, sind heute weltweit für das Rote Kreuz tätig. Sie helfen in bewaffneten Konflikten, nach Fluten, Erdbeben und Lawinenunglücken und tagtäglich im Rettungsdienst. Sie sorgen dafür, dass genügend Blutkonserven für Patienten in den Spitälern vorrätig sind und sie kümmern sich um alte und kranke Menschen. „Dunants Grundgedanke – nämlich Menschen in Not zu helfen – verliert nie an Aktualität“, so Fredy Mayer. „Die Rotkreuzmitarbeiter beweisen jeden Tag aufs Neue, dass sie sich dieser Idee verschrieben haben.“

Biografie von Jean-Henri Dunant:

Jean-Henri Dunant, war ein Schweizer Geschäftsmann und ein Humanist christlicher Prägung. Während einer Geschäftsreise wurde er im Juni 1859 in der Nähe der italienischen Stadt Solferino Zeuge der erschreckenden Zustände unter den Verwundeten nach einer Schlacht zwischen der Armee Österreichs sowie den Truppen Piemont-Sardiniens und Frankreichs. Über seine Erlebnisse schrieb er ein Buch mit dem Titel „Eine Erinnerung an Solferino“, das er 1862 auf eigene Kosten veröffentlichte und in Europa verteilte. In der Folge kam es ein Jahr später in Genf zur Gründung des Internationalen Komitees der Hilfsgesellschaften für die Verwundetenpflege, das seit 1876 den Namen Internationales Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) trägt. Die 1864 beschlossene Genfer Konvention geht wesentlich auf Vorschläge aus Dunants Buch zurück. Henry Dunant, der aufgrund geschäftlicher Probleme und seines darauf folgenden Ausschlusses aus der Genfer Gesellschaft rund drei Jahrzehnte lang in Armut und Vergessenheit lebte, gilt damit als Begründer der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung. Im Jahr 1901 erhielt er für seine Lebensleistung zusammen mit dem französischen Pazifisten Frédéric Passy den ersten Friedensnobelpreis.

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Gemeindereporter Helmut Köck.

BU: Henry Dunant der Gründer des Roten Kreuzes in späteren Jahren

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