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Guantánamo: 13 im Hungerstreik

Im umstrittenen US-Lager Guantanamo auf Kuba befinden sich derzeit nach Informationen der "New York Times" 13 Gefangene im Hungerstreik und werden zwangsernährt.

Die Protestaktion sei vor allem durch die Unterbringung von 160 Gefangenen in einem Hochsicherheitstrakt motiviert. Dort müssten sie 22 Stunden täglich in einer Fenster-losen Einzelzelle verbringen, in der rund um die Uhr das Licht brenne.

„Wir haben keine Rechte hier, selbst als das Oberste (US-)Gericht sagte, wir hätten Rechte“, wurde ein Gefangener zitiert, der sich im Hungerstreik befindet. Wenn sich die Politik nicht ändere, würden noch viele andere Gefangene künftig jede Nahrungsaufnahme verweigern. Ein Sprecher des US-Lagers, Robert Durand, bezeichnete die Beschwerden laut der Zeitung als „Propaganda“. In Guantanamo werden rund 390 „feindliche Kombattanten“ zum Teil schon seit fünf Jahren ohne Prozess festgehalten. Menschenrechtsorganisationen und Politiker weltweit haben das Lager, in dem die Inhaftierten weder den Status von Kriegsgefangenen haben noch ihnen die zivilen Rechte zugebilligt werden, scharf kritisiert.

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