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Grüne legen bei den Wirtschaftskammerwahlen kräftig zu

Erdrutschartige Zugewinne der Grünen bei den Wirtschaftskammerwahlen in Vorarlberg.
Erdrutschartige Zugewinne der Grünen bei den Wirtschaftskammerwahlen in Vorarlberg. ©VOL.AT
Feldkirch - Die Wählergruppe "Vorarlberger Wirtschaft" hat bei der Wirtschaftskammerwahl in Vorarlberg ihre unumstrittene Führungsposition verteidigt.

Das Wahlbündnis, das im Wesentlichen aus Kandidaten des Wirtschaftsbunds und des Rings Freiheitlicher Wirtschaftstreibender besteht, erreichte 649 von 794 bzw. 81,74 Prozent (2010: 88,2%) der vergebenen Direktmandate. Stark gewachsen ist die “Grüne Wirtschaft”.

Absturz für Sozialdemokraten

Für die “Grüne Wirtschaft” blieben 93 Direktmandate (12,47 Prozent; 2010: 59 von 782 Mandaten bzw. 7,5%) sowie sechs Restmandate, für den erstmals bei der Vorarlberger Wirtschaftskammerwahl angetretenen Vorarlberger Wirtschaftsverband (VWV) mit sozialdemokratischen Wurzeln 21 Direkt- (3,65 Prozent) und acht Restmandate. Einen regelrechten Absturz erlebte der Sozialdemokratische Wirtschaftsverband (SWV), der nur vier bzw. 0,5 Prozent der Mandate erreichte (2010: 32 Mandate; 4,1 Prozent). Die wie der VWV erstmals angetretenen NEOS-nahen UNOS schafften vier Direkt- (0,63 Prozent) und ein Restmandat. Weitere Mandate gingen an die “Vorarlberger Tischler” (elf), den “Vorarlberger Holzbau” (zehn) sowie das Unabhängige Wirtschaftsforum (zwei).

Wahlbeteiligung deutlich gestiegen

Während sich die “Vorarlberger Wirtschaft” in 89 der 91 Fachgruppen zur Wahl stellte, schaffte die “Grüne Wirtschaft” eine Kandidatur in 41 Fachgruppen und -vertretungen. Der VWV war in 36, der SWV in 14 Fachgruppen und -vertretungen wählbar, alle anderen Listen in je einer. In 58 Fachorganisationen kam es zu einer “echten Wahl” mit mehreren wahlwerbenden Listen. In diesen Fachgruppen kam die “Vorarlberger Wirtschaft” auf einen Stimmenanteil von 72,1 Prozent, die “Grüne Wirtschaft” auf 19,4 Prozent. Die Zahl der abgegebenen Stimmen lag bei 5.598, davon waren 4.994 gültig. Die Wahlbeteiligung betrug 23,51 Prozent (2010: 16,6 Prozent).

Im künftigen Wirtschaftsparlament wird damit die “Vorarlberger Wirtschaft” mit 50 Sitzen (bisher 56) vertreten sein, die “Grüne Wirtschaft” mit sieben (bisher zwei). Neu mit zwei Mandaten zieht der VWV ins Wirtschaftsparlament ein.

Wahlergebnis in Mandaten und Prozent

Vorarlberger Wirtschaft – Liste Manfred Rein: 649 Mandate, 81,74 %
Grüne Wirtschaft: 93 Mandate, 12,47 %
Vorarlberger Wirtschaftsverband: 21 Mandate,  3,65 %
Vorarlberger Tischler: 11 Mandate, 1,39 %
Vorarlberger Holzbau: 10 Mandate, 1,26 %
UNOS – Unternehmerisches Österreich: 4 Mandate, 0,63 %
Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband: 4 Mandate, 0,50 %
Unabhängiges Wirtschaftsforum: 2 Mandate, 0,25 %

Minderheitsmandate erhalten außerdem:
Vorarlberger Wirtschaftsverband: 8
Grüne Wirtschaft: 6
Unternehmerisches Österreich: 1

Interview mit Manfred Rein

Interview mit Wolfgang Pendl (Grüne Wirtschaft)

Rain will Weg fortsetzen

Nach ihrem Wahlsieg will die “Vorarlberger Wirtschaft” mit Wirtschaftskammerpräsident Manfred Rein ihren eingeschlagenen Weg fortsetzen. “Bildung, Service, Entbürokratisierung”, nannte Rein unmittelbar nach Verkündigung des Wahlergebnisses seine drei wichtigsten Schlagworte. Die Unternehmen hätten den Wunsch, “dass einiges geschieht”, sagte Rein. Mit dem Wahlergebnis sei er “sehr zufrieden”.

Reins Liste erhielt bei der Wirtschaftskammerwahl in den 58 Fachorganisationen, in denen eine “echte” Wahl stattfand, genau 3.600 Stimmen bzw. einen Stimmenanteil von 72,1 Prozent (2010: 2.328; 76,6 Prozent). Die “Grüne Wirtschaft” kam auf knapp 1.000 Stimmen, nämlich 968 (19,4 Prozent Stimmenanteil – 2010: 234; 15,4 Prozent). Der “Sozialdemokratische Wirtschaftsverband” stürzte auf 45 Stimmen (0,9 Prozent Stimmenanteil – 2010: 234; 7,7 Prozent) ab. Der “Vorarlberger Wirtschaftsverband” erreichte beim ersten Antreten 300 Stimmen (6,0 Prozent Stimmenanteil), die UNOS 81 Stimmen (1,6 Prozent Stimmenanteil). Die Wahlbeteiligung lag bei 23,51 Prozent (2010: 16,6 Prozent).

Enttäuschung über Wahlbeteiligung

Die “Vorarlberger Wirtschaft” wolle sich mit ihren Partnern verstärkt einbringen und gemeinsam mit dem Land und dem Bund Lösungen erarbeiten, betonte Rein. Es gehe nicht nur darum, den Wirtschaftsraum, sondern den Lebensraum zu gestalten, stellte der alte und neue Wirtschaftskammerpräsident fest. In Bezug auf die Wahlbeteiligung zeigte sich Rein enttäuscht: “Da hätte ich mir mehr erwartet”.

Wolfgang Pendl (“Grüne Wirtschaft”) sprach von einem “Supertag”. So habe man unter anderem die Stimmzahl verdoppeln und von 59 auf 99 Mandate zulegen können. “Das ist ein klares Signal der Wähler, dass sie sich einen Kurswechsel wünschen”, sagte Pendl.

Das umgekehrte Erlebnis hatte hingegen Reinhold Einwallner (“Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband”). Man sei auf niedrigem Niveau gestartet und habe Mobilisierungsprobleme gehabt, erklärte Einwallner das schwache Abschneiden. So sei sich leider kein Sitz im Wirtschaftsparlament ausgegangen. Dem “Vorarlberger Wirtschaftsverband”, der sozialdemokratische Wurzeln hat, gratulierte Einwallner.

Seitens der UNOS zeigte man sich zufrieden. Man sei in sechs Fachgruppen angetreten, in fünf habe man ein Mandat geschafft. “Angesichts der Ressourcen ist das ein gutes Ergebnis, wir haben wieder einen Schritt gemacht”, hieß es.

Österreichweit Wirtschaftsbund bei 66,6 Prozent

Bei der Wirtschaftskammer-Wahl 2015 hat der ÖVP-Wirtschaftsbund österreichweit trotz Verlusten bundesweit genau eine Zwei-Drittelmehrheit erzielt. Laut vorläufigem Ergebnis errang der WB exakt 66,6 Prozent der Stimmen, um 4,3 Prozentpunkte weniger als 2010. Zweiter wurde der Sozialdemokratische Wirtschaftsverband (SWV) mit 10,8 Prozent (-1,0 Prozentpunkte). Der Ring Freiheitlicher Wirtschaftstreibender (RfW) legte um rund einen Prozentpunkt auf 9,4 Prozent zu. Die Grüne Wirtschaft gewann mit +3,3 Prozentpunkten am stärksten dazu und erzielte 9,1 Prozent. Die NEOS-Gruppierung UNOS kam beim ersten Antreten auf 2,0 Prozent, so das Freitagabend in der Bundes-Wirtschaftskammer in Wien präsentierte Ergebnis.

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