Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Grüne wollen Landesgrünzone durch Kompensationsmodell schützen

Nina Tomaselli und Roland Frühstück.
Nina Tomaselli und Roland Frühstück. ©Lerch
Vorarlbergs Grüne fordern den Stopp der "kontinuierlichen Aushöhlung der Landesgrünzone" und möchten ein Kompensationssystem einführen. Die ÖVP empfindet die "Zusatzforderungen" der Grünen als überflüssig, da der Erhalt der Grünzone bereits im "Raumbild 2030" festgehalten sei.

Die Grünen wollen den Flächenverbrauch per Gesetz begrenzen und fordern, dass die Widmungsvorräte zuerst genutzt werden. Halb Vorarlberg habe in den bestehenden gewidmeten Flächen noch einmal Platz. Das lasse genug Raum für wirtschaftliche Entwicklung und Wohnungsbau, und sorge gleichzeitig für einen sparsamen und intelligenten Umgang mit Grund und Boden. Die Landesgrünzone wollen die Grünen nur in absoluten Notlagen umwidmen. Für jede Umwidmung braucht es, wenn es nach den Grünen geht, eine eindeutige, flächenmäßige Kompensation.

Zwei Fußballfelder am Tag verschwinden

Dazu veröffentlichten die Grünen Zahlen zur Landesgrünzone: Seit 2006 seien in ganz Vorarlberg 47 Quadratkilometer an Boden aus der Landesgrünzone verbraucht worden. Das entspricht der Fläche von Feldkirch und Lauterach. 11.000 Quadratmeter (zwei Fußballfelder) am Tag an Bodenverbrauch ist nach Meinung der Grünen viel zu hoch und die größte Gefahr für die Landesgrünzone.

Um dem Bodenverbrauch entgegenzuwirken, wollen die Grünen klare Regeln für den Umgang mit der Grünzone. Vermeidung von Umwidmungen sei dabei das oberste Prinzip. Lasse es sich nicht vermeiden, soll das von den Grünen geforderte neuartige Kompensationsmodell zum Schutz der Landesgrünzone angewendet werden.

Das Kompensationsmodell der Grünen.
Das Kompensationsmodell der Grünen. ©Grüne

So soll die Kompensation gelingen

Das Kompensationsmodell soll wie folgt funktionieren: Eine Gemeinde im Norden des Rheintals kann beispielsweise Flächen in die Landesgrünzone einbringen, während sie eine andere Gemeinde im Süden herausnimmt. Gemeinden können auch jetzt schon Flächen einbringen und erst Jahre später ihre Zertifikate konsumieren.

ÖVP verstehen “Zusatzforderungen” der Grünen nicht

“Ich teile die Auffassung der Grünen, dass wir uns um den Erhalt der Landesgrünzone aktiv bemühen müssen; das von ihr mit nicht nachvollziehbaren Zahlen untermauerte, negative Szenario in Sachen Grünzone teile ich aber nicht, ebenso wenig ihre daraus resultierenden sehr weitreichenden Forderungen”, so ÖVP-Klubobmann Roland Frühstück.  “Im Raumbild wird ganz klar darauf Wert gelegt, dass die Landesgrünzone in ihrem Zusammenhang und in ihrer Größe weitgehend erhalten und in ihren verschiedenen Qualitäten gestärkt werden muss.”

Auch die Herausnahme von Flächen, so Roland Frühstück, soll laut Raumbild klar geregelt werden. “Diese soll in erster Linie nur für Betriebe und nach einer Alternativenprüfung sowie auf Basis eindeutiger Kompensations-regeln erfolgen.” Frühstück räumt ein, dass für die Erweiterung bestehender Betriebe in oder angrenzend an die Grünzone weniger strenge Regeln vorgesehen sind. “Dazu kann ich aber vorbehaltlos stehen, weil es geradezu skurril wäre, wenn wir heimischen Familienbetrieben bei ihrer Weiterentwicklung unnötig Prügel vor die Füße werfen würden. Die Regeln für die Kompensation sind aber jedenfalls anzuwenden.”

(Red.)

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • Grüne wollen Landesgrünzone durch Kompensationsmodell schützen
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen