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Großprojekte der Gemeinden - "Es ist wie Kaffeesud lesen"

Es zeigen sich immer mehr die finanziellen Auswirkungen der Corona-Krise. Durch den Wegfall der Förderungen stehen zahlreiche Projekte auf dem Prüfstand.

Laut Andrea Kaufmann, Vizepräsidentin des Gemeindeverbandes, kann aktuell nur im "Kaffeesud gelesen werden". Wie es mit vielen Projekten im Land weitergehen soll steht offen.

Eines ist klar, aktuell muss in jeder Gemeinde gespart werden. Laut Andrea Kaufmann sei man in allen Gemeinden aktuell bemüht zu eruieren, an welchen Ecken gespart werden kann.

Müssen valide Zahlen abwarten

Auch wenn aktuell alles getan wird, was nur möglich ist, muss man laut Kaufmann abwarten. Zwar wissen die Gemeinde genau, wie viele Personen sich in Kurzarbeit befinden und wie sich das auf die Kommunalsteuer auswirkt. Was jedoch noch offen ist, sind die Ertragsanteile vom Bund. Solange diese Zahlen nicht vorliegen, kann man das gesamte Ausmaß nur schwer abschätzen. Dies kann noch mehrere Wochen dauern, so Kaufmann.

Großprojekte in Dornbirn

Projekte, die bereits angelaufen sind, werden nur schwer zu stoppen sein und deshalb weiterlaufen. Für Dornbirn heißt das, dass Arbeiten für die Bundespolizei am Bahnhof und die Operationssäle im Krankenhaus Dornbirn wie geplant durchgeführt werden. Großprojekte, welche erst starten würden, müsse man sich dann anschauen, wenn die genauen Zahlen vorliegen.

Die Vizepräsidentin des Gemeindeverbandes sei aus diesem Grund in ständigem Kontakt mit den 96 Gemeinden. Außerdem würde man sich auch über die Bundesgrenzen hinaus in ständigen Gesprächen befinden, so Kaufmann.

Auswirkungen auch in Lochau

Auch in Lochau, wo der Bau des Strandbades bereits sehr weit fortgeschritten ist, trifft diese Sitaution zu. Die Gemeinde wartet mit Spannung auf die Vorschläge der Regierung, wie Gemeindesekretär Ewald Giesinger gegenüber VOL.AT erklärt. "Finanziell wird es sich auf jeden Fall auch auf die Gemeinde auswirken und insbesondere natürlich auch auf die Strandbadbetreiber", so Giesinger. Einerseits, weil man nicht mit den geplanten Einnahmen rechnen könne und andererseits, weil noch nicht klar sei, wann man überhaupt aufsperren könne. "Finanziell wird das auf jeden Fall ein Minus werden", ist er sich sicher.

So steht es um die Wälderhalle

Hans Metzler, Sprecher der Investorengruppe Wälderhalle, meint gegenüber VOL.AT, dass im Hintergrund weiter gearbeitet und geplant wird. Man müsse aber feststellen, dass dieses Jahr kein Baustart mehr stattfinden wird. Man verstehe aber auch die Maßnahmen und Aussagen der Politik. "Es gibt in dieser Zeit wichtigeres als eine Eishalle" sagt Metzler.

Ab Herbst sollen die Gespräche weitergehen, die jetzt wegen der Coronakrise blockiert werden. Dann wird analysiert wie es mit den Finanzen für das Projekt steht, aktuell ist man aber optimistisch.

(Red.)

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