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Großoffensive gegen Entführer

Nach der Enthauptung von zwei Geiseln haben die philippinischen Streitkräfte den Entführern auf der Insel Jolo mit einer Großoffensive gedroht.

Stabschef General Roy Cimatu erklärte, Vertreter der Stadt Patikul seien auf der Suche nach dem Versteck der Kidnapper, um sie zur sofortigen Freilassung der vier noch gefangenen Frauen aufzufordern. Falls die Geiseln nicht freikämen, drohe der Gruppe ein „Killerschlag“.

Eine amerikanische Eliteeinheit sei unterwegs, um etwa 6.000 Soldaten bei der Vorbereitung des Angriffs zu unterstützen, sagte Cimatu. Zwei männliche und vier weibliche Zeugen Jehovas waren am Dienstag auf Jolo entführt worden, als sie von Haustür zu Haustür zogen und Kosmetikprodukte verkauften. Die abgetrennten Köpfe der Männer wurden am Donnerstag auf einem Marktplatz gefunden.

Zunächst hatte die philippinische Polizei erklärt, die Gruppe Abu Sayyaf sei für die Entführung verantwortlich. Später hieß es dagegen, bei den Kidnappern handle es sich um Drogensüchtige, die Geld brauchten. Die Entführung ist die erste seit Abschluss einer sechsmonatigen Offensive gegen die Abu Sayyaf. Ende Juli hatte die philippinische Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo erklärt, dass die Extremisten entscheidend geschwächt worden seien.

Die Abu Sayyaf haben bereits häufig Geiseln genommen, unter ihnen vor zwei Jahren auch eine deutsche Familie. Die meisten der Verschleppten kamen später wieder frei, mehr als ein Dutzend wurde jedoch getötet.

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