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Großbritannien geht es gut wie lange nicht

Das Land erlebe die längste Phase konsolidierten Wirtschaftswachstums seit der Industriellen Revolution, sagte Brown im Unterhaus bei Vorlage seines Staatshaushalts.

Großbritannien geht es nach Einschätzung von Schatzkanzler Gordon Brown wirtschaftlich so gut wie seit 200 Jahren nicht mehr. Für das Jahr 2004 sagte Brown ein Wachstum von 3 und 3,5 Prozent voraus. 2003 habe das Wachstum den Erwartungen gemäß bei 2,3 Prozent gelegen.

Der Schatzkanzler kritisierte den EU-Stabilitätspakt mit den Worten, seine eigenen Finanzplanungen seien von größerer „Flexibilität” gekennzeichnet. Damit bezog er sich offensichtlich auf eine Mitteilung der europäischen Statistikbehörde Eurostat vom Dienstag, derzufolge Großbritannien im vergangenen Jahr erstmals die Maastrichter-Defizit-Grenze von 3 Prozent überschritten hat. London erreichte demnach einen Wert von 3,2 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt (BIP), im Vergleich zu 1,6 Prozent zuvor.

Brown sagte, sein „Stabilitätshaushalt” und die weltweite wirtschaftliche Erholung würden es Großbritannien erlauben, die staatlichen Ausgaben für Bildung, Gesundheit und Sozialdienste weiter zu erhöhen. Eine erneute Überprüfung der Kriterien für einen britischen Euro-Beitritt schloss Brown für die nächsten Monate aus. Er werde zum Thema Euro in seinem nächsten Staatshaushalt im Frühjahr 2005 zurückkehren, sagte der Minister.

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