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Großflächiger Waldbrand in Innsbruck - Wind behindert Löscharbeiten

Nur zwei Tage nachdem ein großflächiger Waldbrand im Bezirk Schwaz die Einsatzkräfte beinahe 24 Stunden in Atem gehalten hatte, ist am Freitag die Tiroler Landeshauptstadt ebenfalls von einem derartigen Zwischenfall betroffen.

Eine Fläche von vorerst 600 Quadratmeter war auf rund 800 Meter Höhe in Brand geraten. “Durch den Wind hat sich das Feuer inzwischen ausgeweitet, die Löscharbeiten gestalten sich schwierig”, schilderte Erwin Reichel, Branddirektor der Berufsfeuerwehr Innsbruck, der APA die Situation.

“Durch den starken Wind können die vier Hubschrauber nicht tief genug fliegen”, sagte der Feuerwehrmann. Das steile und unwegsame Gelände erschwere die Löscharbeiten am Boden. “Die Männer müssen zum Teil abgeseilt werden”, schilderte Reichel. Neben der Berufsfeuerwehr sei am Nachmittag die Unterstützung von vier freiwilligen Feuerwehren angefordert worden.

Der Brand in der Kranebitter Klamm bei Hötting war vorerst noch nicht unter Kontrolle. “Das wird heute noch lange dauern”, meinte der Branddirektor. Auch eine Brandursache war zum Zeitpunkt noch unklar. Aufgrund der Exponiertheit des Geländes seien keine Menschen und Häuser in Gefahr.

Man habe zwei weitere Hubschrauber vom Bundesheer angefordert, teilte Vizebürgermeister Christoph Platzgummer der APA mit. Insgesamt seien dann fünf Helikopter bei der Brandbekämpfung im Einsatz. Die Löscharbeiten würden sich auch weiterhin aufgrund des Föhns und herabfallender, brennender Baumteile, die den Brand vorantreiben, “äußerst schwierig” gestalten.

 

“Weil das Gelände an dieser Stelle extrem abschüssig ist, ist es problematisch, Mannschaften zu Fuß zum Einsatzort zu bringen”, schilderte Platzgummer. Zudem müsse jederzeit mit einem Steinschlag gerechnet werden. Objekte und Menschen seien derzeit aber nicht im Gefahrenbereich. Die Löscharbeiten könnten sich über einen längeren Zeitraum hinziehen.

Die erste Meldung über eine starke Rauchentwicklung im Bereich der Kranebitter Klamm war gegen 12.00 Uhr bei der Leitstelle Tirol eingegangen. Innerhalb kurzer Zeit folgten weitere 150 Notrufe besorgter Anrufer, hieß es in einer Aussendung. Zwei Stunden später habe man bei der Leitstelle bereits rund 350 Notrufe verzeichnet. Bei so einer hohen Anzahl von Anrufen sei es äußerst wichtig, bei jedem einzelnen Gespräch zu verifizieren, ob es sich auch tatsächlich um den laufenden Einsatz handle, hieß es.

Im Dauereinsatz standen die Innsbrucker Berufsfeuerwehr, die Freiwilligen Feuerwehren Amras, Hötting, Mühlau, Neu-Arzl, Reichenau und Wilten, die Bergrettung Innsbruck sowie jeweils zwei Hubschrauber des Innenministeriums und des Bundesheeres und “Christophorus 1”.

 

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