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Großfahndung nach Vater von ausgesetztem Mädchen

©AP
Es begann mit einem herumirrenden Kleinkind auf einem australischen Bahnhof und ist mittlerweile zu einer interkontinentalen Großfahndung nach einem mutmaßlichen Mörder geworden.

Die neuseeländische Polizei teilte am Donnerstag in Auckland mit, sie habe die US-Behörden um Unterstützung bei der Suche nach dem Vater der Dreijährigen gebeten, deren Mutter wiederum in Neuseeland ermordet wurde.

Die kleine Qian Xun Xue war in der vergangenen Woche auf dem Melbourner Bahnhof Southern Cross aufgegriffen worden. Sie stand allein am Fuße einer Rolltreppe und blieb trotz intensiver Bemühungen stundenlang stumm. Die Auswertung der Filme aus den Überwachungskameras ergab schließlich, dass die Kleine an der Hand eines Mannes durch den Bahnhof gegangen und an der Rolltreppe allein stehengelassen worden war. Der Mann entpuppte sich als der 54-jährige Vater des Kindes, Nai Yin Xue. Dieser fuhr aktuellen Ermittlungen der australischen Polizei zufolge mit seinem Koffer vom Bahnhof zum Flughafen und flog nach Los Angeles.

Die Spur führte schließlich nach Neuseeland, wo die chinesisch-stämmige Familie zu Hause war. Im Kofferraum von Xues Auto, das vor dem Haus geparkt war, entdeckte die Polizei die Leiche der 27-jährigen Mutter des kleinen Mädchens. “Erste Ergebnisse der Autopsie zeigen, dass sie gewaltsam gestorben ist”, sagte ein neuseeländischer Polizeisprecher am Donnerstag. In den USA laufe bereits die Fahndung nach Xue, der in Neuseeland eine chinesisch-sprachige Fachzeitschrift über Kampfsport herausgab. Die kleine Qian Xun blieb zunächst bei einer Pflegefamilie, doch ihre Großmutter mütterlicherseits machte sich bereits aus China auf den Weg, um ihre Enkelin abzuholen.

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