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Großbrand wütete im Linzer Ursulinenhof

Ein Großbrand hat am Mittwoch im Ursulinenhof in der Linzer Innenstadt gewütet. Der Dachstuhl im Bereich des Südtraktes wurde ein Raub der Flammen, die Decke des darunter befindlichen Festsaals stürzte ein.

Am frühen Abend hatten die Einsatzkräfte das Feuer unter Kontrolle, “Brand aus” wurde für den späten Abend erwartet. Verletzt wurde niemand. Die Höhe des angerichteten Schadens stand vorerst nicht fest, er dürfte aber beträchtlich sein.

Kurz vor 16.30 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert. Der Brand dürfte durch Schweißarbeiten im Erdgeschoß ausgelöst worden sein, berichtete ein Mitarbeiter der Gebäudeverwaltung der APA. Die Flammen stiegen demnach durch ein Rohr auf und breiteten sich im Dachstuhl aus. Es bildete sich rasch eine weithin sichtbare Rauchwolke, der beißende Geruch war kilometerweit wahrzunehmen. Rund 70 Feuerwehrleute waren mit den Löscharbeiten beschäftigt.

Die Medienzentrale, die das Land Oberösterreich für die am Sonntag stattfindende EU-Wahl im eingestürzten Festsaal eingerichtet hätte, wird voraussichtlich ins Landhaus verlegt. Ein Regieraum und die Schaltzentrale der Klimaanlage wurden ebenfalls zerstört. Das darunterliegende Stockwerk, in dem sich u.a. der Oberösterreichische Presseclub befindet, wurde durch Löschwasser schwer beschädigt.

Kurzfristig griff der Brand auch auf die benachbarte Karmelitenkirche über, diese wurde aber nicht beschädigt. Die seit kurzem im Ursulinenhof untergebrachte Kunstsammlung des Landes konnte gerade noch gerettet werden, die Artothek hätte kommende Woche aufsperren sollen. Die Eröffnung des Lokals, bei dessen Bauarbeiten das Feuer ausgebrochen war, wäre in zwei Wochen geplant gewesen. Die angrenzende Harrachstraße, in der sich zahlreiche Schaulustige befanden, musste wegen der starken Rauchentwicklung geräumt werden. Auch die umliegenden Straßen wurden für den Verkehr gesperrt.

Das Linz09-Projekt “Höhenrausch”, dessen luftiger Pfad aus Holz u.a. über den Ursulinenhof führt, nahm durch den Brand keinen Schaden. Landeshauptmann Josef Pühringer (V) zeigte sich im Gespräch mit der APA an Ort und Stelle schockiert. Man habe das Gebäude erst 2008 wegen des heurigen Kulturhauptstadtjahres renoviert. Der Ursulinenhof sei bis Jahresende für Veranstaltungen ausgebucht, so Pühringer. Morgen, Donnerstag, soll besprochen werden, wie der Komplex möglichst rasch saniert werden kann.

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