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Grippewelle steht vor der Tür

(VN) Zunahme. Die Grippeampeln stehen in ganz Europa auf Rot. Praktisch alle Länder melden einen deutlichen Anstieg von Erkrankungen mit zum Teil schweren Verläufen vor allem in der Altersgruppe der bis zu 64-Jährigen.

Das in Österreich tätige Influenzanetzwerk gibt dann eine Grippewarnung heraus, wenn von Referenzpraxen in zwei aufeinanderfolgenden Wochen wiederholt Grippe-Viren in Stichproben nachgewiesen werden. Derzeit sind etwa 30 Prozent dieser Stichproben positiv, wobei vor allem die H1N1-Viren sowie B-Viren grassieren.

Die gleiche Therapie

Auch in den Praxen der Allgemeinmediziner in Vorarlberg sammeln sich „erste Fälle mit den klassischen Krankheitssymptomen“, wie Dr. Günter Diem aus Lustenau bestätigt. Die vordringlichste Frage der meisten Patienten gilt allerdings jener nach der Schweinegrippe. Nachdem nun klar ist, dass sich das H1N1-Virus gleich verhält wie das saisonale Influenza-Virus, gebe es keinen Grund zur Panik. Denn auch die Therapie sei die gleiche. Und: „Wenn Folgeerkrankungen wie etwa eine Lungenentzündung auftreten, müssen diese ohnehin separat behandelt werden“, so Diem. Wenig Sinn macht auch die vorbeugende Einnahme von Grippemedikamenten. Zumal der Nachweis für die Wirksamkeit fehle.

Immunsystem stärken

Den besten Schutz biete die Impfung. „Hundertprozentig ist der zwar ebenfalls nicht, aber die Wahrscheinlichkeit, an einer Grippe zu erkranken, doch deutlich geringer“, erklärt Günter Diem. Als effektivste Prophylaxe nennt er ein starkes Immunsystem. „Ein Hochfahren im Anlassfall gibt es nicht“, stellt er klar. Dafür müsse vorher gesorgt werden. Ausreichend Schlaf, möglichst wenig Stress, viel Bewegung an der frischen Luft und eine ausgewogene vitaminreiche Ernährung erhöhen die Barrieren für Grippeviren, die man sich durch Tröpfcheninfektion einfängt. Deshalb sollten größere Menschenansammlungen in Grippezeiten tunlichst gemieden werden.

Seife reicht aus

Im Krankheitsfall vermehrt sich das Virus rasend schnell. Und schon innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach dem Erstkontakt entwickeln sich die einschlägigen Symptome. „Der Körper signalisiert damit, dass er Ruhe braucht“, betont Diem. Die sollte man ihm unbedingt gönnen. Selbstloses Durchtauchen verlängert das Leiden nur. Auch fiebersenkende Maßnahmen sind angezeigt. „Rezeptfreie Präparate wirken lediglich begrenzt“, rät Diem bei Grippe zum Arztbesuch. Sogenannte antivirale Medikamente bringen nach bisherigen Erkenntnissen keine wesentliche Verkürzung der Krankheitsdauer. Ebenso wenig ist bekannt, ob es ohne sie zu Komplikationen kommt. „Über die Einnahme sollte deshalb der Arzt individuell entscheiden“, meint Günter Diem. Wichtig sei nur, eine Grippe gründlich auszukurieren, weil das Virus das Potenzial besitzt, alle Gewebearten im Körper zu befallen.
Was die Hygiene betrifft braucht es keine „übertriebenen Desinfektionsmaßnahmen“. Seife zum Händewaschen reiche aus.

 

Stichwort – Influenzavirus:
Vom Virus existieren zwei Hauptformen, Influenza A und Influenza B. Die Viren verursachen durch Wachstum sowie Vermehrung in den Körperzellen und die Zerstörung dieser Zellen die Influenzakrankheit. Von der Oberfläche des Influenzavirus ragen Eiweiße wie Stacheln in die Umgebung. Diese Eiweiße unterstützen die Vermehrung des Virus im gesamten oberen und unteren Atemtrakt. Das Influenzavirus zirkuliert nicht den gesamten Winter. Tatsächlich breitet es sich regional nur ungefähr 8 bis 12 Wochen in der Zeit von Oktober bis April in der nördlichen Halbkugel und von April bis Oktober in der südlichen Halbkugel aus. Zu weltweiten Epidemien (Pandemien) kommt es alle 10 bis 40 Jahre.

 

Grippewelle – Empfehlungen:

» Menschenmassen meiden
» Hände öfter waschen bzw. ungewaschene Hände von Augen und Mund fernhalten.
» Für genügend Luftfeuchtigkeit in warmen Räumen sorgen, trockene Schleimhäute machen anfälliger für Viren.
» Häufig benützte Gegenstände wie Türklinken, Lichtschalter oder Telefonhörer reinigen.
» Wegwerftaschentücher statt Stofftücher verwenden.
» Erkrankte sollten bis zum Abklingen der Beschwerden zu Hause bleiben.
» Basismaßnahmen sind genügend Flüssigkeitszufuhr und (Bett-)Ruhe sowie im Bedarfsfall ärztlich verordnete Medikamente.
» Bei Kindern erfordern Temperaturen bis 38,5/39°C üblicherweise keine Behandlung, außer bei Fieberkrämpfen.

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