Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Grill strebt Zwangsausgleich an

Der Präsident des krisengebeutelten Fußballklubs SW Bregenz Hans Grill strebt nach einem Termin beim Finanzamt einen Zwangsausgleich an. Mit einem Zwangsausgleich könnte der Verein weiter bestehen bleiben.

Noch ist kein Ende der Krise in Sicht, doch ein neuer Lösungsansatz sorgt in Bregenz zumindest kurzfristig für Hoffnung. Nach einer Unterredung des Vereinsvorstandes mit Klubanwalt Mag. Stephan Wirth sprach Präsident Hans Grill erstmals von einem Ausgleich. Zuvor hatte der Klubchef in einem Gespräch mit dem Finanzamt keine Übereinkunft erzielen können. “Wir sind nicht von denselben Zahlen ausgegangen”, so Grill. Sein Motiv für sein Vorgehen ist klar: “Ich will doch schauen, dass hier alles bestehen bleibt.”

Faktum ist, dass bei dem Versuch eines Ausgleichs die alten Forderungen, also die Gesamtsumme der Außenstände, seitens der Gebietskrankenkasse und des Finanzamtes zum Tragen kommen und nicht jener Betrag, auf den sich der Verein mit den beiden Institutionen nach dem Gerichtsverfahren geeinigt hatte. Wirth gibt sich deshalb bezüglich einer weiteren Prognose sehr zurückhaltend. “Derzeit will und kann ich dazu nichts sagen. Nur soviel, wir werden die Möglichkeit eines Ausgleiches prüfen.” Am Donnerstag tagt erneut der Vorstand und dann sollen “Nägel mit Köpfen” (Wirth) gemacht werden. Für SW Bregenz hätte ein vollzogener Ausgleich zur Folge, dass der Verein weiterbestehen würde. Damit würde sich dann erneut die Frage nach dem Nachfolger von Hans Grill stellen.

Geklärt ist jetzt die Stadion-Frage, bestätigte der Bregenzer Bürgermeister Markus Linhart. Das Stadion gehöre der Stadt Bregenz, “daran werde sich auch nichts ändern.” Die Namensgebung sei auf einen Sponsorvertrag mit dem Fußballverein zurückzuführen und nach wie vor aufrecht. Beim Klubheim von SW Bregenz stehe die Stadt im dritten Rang in der Haftung. Linhart: “Wenn sie zum Greifen kommt, werden wir dafür gerade stehen.“ Ursprünglich handelte es sich beim Klubheim um ein Darlehen von sieben Millionen Schilling.

Gerichtlicher Ausgleich

  • Bereits bei drohender Zahlungsunfähigkeit kann Ausgleichsantrag gestellt werden. Im Ausgleichsverfahren wird das Unternehmen fortgeführt.
  • Die Mindestquote im gerichtlichen Ausgleich beträgt 40% der Ausgleichsverbindlichkeiten, zahlbar innerhalb von 2 Jahren. Zu beachten sind die Kosten des Verfahrens. Diese sollten mit ca. 10% der anzubietenden Ausgleichsquote angesetzt werden. In der Praxis werden diese Kosten oft nicht berücksichtigt, können aber wesentlich zum Scheitern des Ausgleichs beitragen.
  • Sollte sich im Laufe der Zahlungsfrist herausstellen, daß die Quote unerfüllbar ist, oder stimmt die Mehrheit der Gläubiger dem Ausgleichsantrag nicht zu, so ist Konkurs (Anschlusskonkurs) zu eröffnen.

Zwangsausgleichsantrag

  • Zwangsausgleichsantrag kann nur während eines Konkursverfahrens (Privatkonkurs) gestellt werden, d.h.: ohne Konkurs kein Zwangsausgleich.
  • Die Mindestquote zur Erfüllung eines Zwangsausgleichs beträgt generell 20% der Konkursverbindlichkeiten. Die Kosten des Verfahrens müssen zur Gänze bezahlt werden.
  • Die Frist zur Bezahlung der Quote beträgt 2 Jahre. Nach Bezahlung der Quote gelten die restlichen Schulden als erlassen. Kann der Zwangsausgleich nicht erfüllt werden, so wird neuerlich Konkurs eröffnet.
  • Eine Fortführung des Unternehmens ist nicht Voraussetzung zur Erfüllung des Zwangsausgleichs.
home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Fußball
  • Grill strebt Zwangsausgleich an
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen