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Griechenland sorgt sich um seine Touristen - Nachfrage geht zurück

Griechenland kommt nicht mehr aus den Schlagzeilen. Proteste und Streiks dominieren derzeit das Leben in Athen. Für den Fremdenverkehr, der rund ein Fünftel zu den Staatseinnahmen beiträgt und an dem 700.000 Arbeitsplätze hängen, eine Katastrophe.
Allein in den vergangenen Tagen gab es laut der griechischen Tourismusbehörde EOT 20.000 Stornos. Auch die Nachfrage österreichischer Urlauber hat abgenommen, sagte der Vertriebsleiter der Verkehrsbüro Gruppe, Walter Krahl, im Gespräch mit der APA. Die griechische Regierung will der gebeutelten Tourismusbranche unter die Arme greifen und hat einen eigenen Krisenstab eingerichtet. Die Griechen versuchen die Urlauber nun über Preissenkungen anzulocken.

Obwohl Griechenland noch immer zu den beliebtesten Reisezielen der Österreicher zählt, geht die Nachfrage zurück. Ägypten und die Türkei mit ihren günstigen All-inclusive-Angeboten haben den Griechen längst den Rang abgelaufen. Im Jahr 2007 haben 670.000 Österreicher Urlaub in Griechenland gemacht, 2009 waren es nur noch 550.000. Insgesamt hat Griechenland 2009 mit 14,9 Millionen Touristen und Geschäftsreisenden um 6,4 Prozent weniger Gäste angezogen als 2008.

Beim größten heimischen Tourismuskonzern, der Verkehrsbüro Gruppe, sind die Buchungen nach Griechenland seit Jahresbeginn um 7 bis 8 Prozent zurückgegangen, sagte Krahl. Die Menschen buchen kurzfristiger und warten erst einmal ab, was passiert. Wie hoch das Minus tatsächlich sein wird, werde erst in den nächsten Wochen feststehen. Denn rund ein Drittel der heurigen Sommerbuchungen stehen noch aus.

Edward Gordon, Obmann des Fachverbandes der Reisebüros in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), sieht die Lage hingegen “sehr entspannt”: “Problematisch ist es ja nur in Athen, auf den Inseln ist alles wie immer.” Auch TUI-Sprecher Josef Peterleithner beschwichtigt: Selbst als die Medien schon voll mit Meldungen über Griechenland waren, seien die Buchungen noch angezogen. “Die Österreicher sind sehr Griechenland-affin, kennen den Tavernenbesitzer oftmals und lassen sich nicht vom Urlaub abhalten”, so Peterleithner. Über alle Griechenland-Destinationen gesehen liegen die Buchungen bei TUI noch immer über dem Vorjahr. Athen spiele im Städteranking keine Rolle und falle von den Gästezahlen her nicht ins Gewicht.

Für Touristen ist der Griechenland-Urlaub heuer günstig wie lange nicht mehr, die großen Reiseveranstalter haben die Preise im Schnitt um 5 Prozent gesenkt. Der Last-Minute-Anbieter L’Tur hat Urlaub in Hellas erst kürzlich mit Slogans wie “Jetzt Last Minute Griechenland retten” oder “So schön kann Sofort-Hilfe sein” beworben. Auch Onlinereisebüros wie www.ab-in-den-urlaub.de haben zur Schnäppchenjagd aufgerufen. Die Folge: Die touristischen Einnahmen sinken. Für heuer wird ein Umsatzeinbruch von bis zu 9 Prozent erwartet, sagte der Vize-Präsident des griechischen Tourismus-Verbandes, Andreas Andreadis, am Freitag. Schon im Vorjahr sind die Einnahmen um 8 Prozent zurückgegangen.

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