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Griechen entzaubern Frankreich

Der sensationelle Höhenflug von Griechenland bei der Fußball-EM geht weiter. Der krasse Außenseiter bezwang am Freitag im Viertelfinale auch Titelverteidiger Frankreich mit 1:0.

Griechenland bleibt die große Sensation der EURO 2004. Die Mannschaft von Otto Rehhagel beendete am Freitag die Hoffnungen von Frankreich, als erstes Team den EM-Titel erfolgreich zu verteidigen. Durch einen Kopfball-Treffer von Angelos Charisteas in der 65. Minute warfen die Griechen den Titelverteidiger im Viertelfinale mit 1:0 aus dem Bewerb und treffen nun am 1. Juli im Halbfinale in Porto auf den Sieger der Sonntag-Partie Tschechien – Dänemark. 45.000 Zuschauer im Alvalade-Stadion von Lissabon hofften aber vergeblich auf eine ähnlich hochklassige Partie wie das erste Viertelfinale zwischen Portugal und England am Vortag. Die Griechen waren an einem offenen Schlagabtausch mit dem großen Titelfavoriten nicht interessiert, Zidane und Co. taten sich wie schon die Stars aus Portugal und Spanien äußerst schwer, die von „König Rehhakles” bestens eingestellten Griechen zu knacken.

Zinedine Zidane, der so wie sein Teamkollege Liliam Thuram sein 14. EM-Spiel bestritt und damit zum EM-Rekordspieler wurde, konnte sich gegen seinen Spezial-Bewacher Costas Katsouranis nur selten entscheidend durchsetzen, auch Pires und die Stürmer Henry und Trezeguet waren meist abgemeldet. Die Franzosen, schon in der Vorrunde nicht überzeugend, fanden in der ersten Hälfte nur eine einzige Chance vor, die Henry per Kopf nach Lizarazu-Flanke vergab (25.).

Auf der anderen Seite brachten die Griechen die französische Defensive mit Kontern einige Male in Verlegenheit. Die größte Chance der ersten Hälfte vergab Angelos Charisteas in der 15. Minute. Nach einem Freistoß kam der Bremen-Stürmer an den Ball, Torhüter Fabien Barthez konnte den von der Stange zurückspringenden Ball gerade noch auf der Linie fixieren.

Nach der Pause erhöhten die Franzosen zunächst das Tempo, erarbeiteten sich auch einige Tormöglichkeiten, doch ein Verteidiger war immer wieder zur Stelle. Die griechischen Konter wurden seltener, aber der erste in der zweiten Hälfte brachte die Sensation. Zagorakis setzte sich auf der rechten Seite gegen Lizarazu durch, seine ideale Flanke verwertete Charisteas per Kopf zum 1:0 für den Außenseiter (65.).

Frankreichs Teamchef Jacques Santini versuchte mit den Einwechslungen von Saha, Wiltord und Rothen das Blatt noch zu wenden. Doch Henry vergab per Kopf in der 87. Minute die größte Chance, sein Team zumindest in die Verlängerung zu bringen.

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