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Görgl mit Selbstvertrauen ins St.-Moritz-Wochenende

nur einer einzigen Trainingsfahrt auf der 2.828 Meter langen Piste Corviglia starten die Damen ins Weltcup-Wochenende in St. Moritz. Denn das Abfahrts-Training am Donnerstag musste wegen zu starken Windes im Mittelteil abgesagt werden.

“Es wäre zu gefährlich gewesen, vor allem bei den Sprüngen”, begrüßte Andrea Fischbacher wie alle anderen Ski-Damen auch die Streichung der finalen Übungseinheit, die mit einstündiger Verspätung gestartet worden war und nur wenige Minuten gedauert hatte.

Bereits die dritte Läuferin, die US-Amerikanerin Julia Mancuso, musste wegen starker Windböen vorzeitig abgewunken werden. Danach entschloss sich die Rennleitung rasch zur Absage. Damit geht Elisabeth Görgl, die am Mittwoch vier Hundertstel vor Mancuso Bestzeit erzielt hatte, als Trainingsschnellste in die Abfahrt am Samstag (Start: 11.00 Uhr). Doch zuvor steht noch die Super-Kombination aus Super-G und Slalom am Freitag (10.30 bzw. 13.30) auf dem Programm, in der die Steirerin auch vorne mitfahren möchte.

“Ich habe das Gefühl fürs Kurvenfahren wiedergefunden”, betonte Görgl, dass sie mit ihrer Trainingsbestzeit “ein bisschen Selbstvertrauen” getankt hat und nun hofft, die zuletzt schlimmen Abfahrtsdebakel der Österreicherinnen in Haus im Ennstal und Cortina d’Ampezzo vergessen machen zu können. Auch im letzten Weltcup-Rennen vor Olympia, dem Super-G am Sonntag (11.00/alle live ORF 1), will die 28-Jährige beweisen, dass ihr Sieg in Lake Louise kein Zufall war.

ÖSV-Damen-Cheftrainer Herbert Mandl glaubt aber schon am Freitag in der Super-Kombi trotz Fehlen von Weltmeisterin Kathrin Zettel, die wegen Knieproblemen pausiert, an einen Stockerlplatz für den ÖSV. “Denn die Kombination aus Super-G und Slalom kommt uns entgegen”, erklärte der Niederösterreicher, der neben Görgl auch mit Fischbacher und Fenninger rechnet.

“Ich weiß, dass ich mitfahren kann, aber ich brauche einen dementsprechenden Super-G”, meinte Fenninger zur Kombi-Ausgangslage. Ähnlich lautete die Prognose ihrer Salzburger Landsfrau Fischbacher: “Auch bei mir hängt alles vom Super-G ab.” Haushohe Topfavoritin in allen drei St.-Moritz-Rennen ist aber Doppelweltmeisterin Lindsey Vonn, für die das finale Rennwochenende vor dem Saisonhöhepunkt “sehr, sehr wichtig im Hinblick auf den Gesamt-Weltcup ist”, will sich die US-Amerikanerin doch weiter von ihrer deutschen Hauptkonkurrentin Maria Riesch absetzen.

Im ÖSV-Team steht für Stefanie Köhle, Regina Mader und Nicole Schmidhofer in der Schweiz besonders viel auf dem Spiel, da sich bisher keine von ihnen entscheidend für Olympia empfohlen hat und der Österreichische Skiverband ja bekanntlich noch am Sonntag einen Namen aus dem vorläufig 23 Aktiven (Damen und Herren) umfassenden Alpin-Aufgebot streichen muss.

Es könnte also durchaus passieren, dass der zweifache Slalom-Ex-Weltmeister Mario Matt als Ersatzmann in Vancouver dabei ist, während eine aus dem Trio Köhle, Mader und Schmidhofer nicht nach Übersee mitgenommen wird.

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