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Greenpeace-Pionier gestorben

Bob Hunter, einer der Mitbegründer der Umweltschutzorganisation Greenpeace und ihr erster Vorsitzender, ist tot. Nach Angaben von Greenpeace starb er im Alter von 63 Jahren an Prostatakrebs.

Die Organisation würdigte Hunter, der zuletzt in Toronto als Journalist tätig war, als den „Erfinder“ von Greenpeace. 1971 hatte sich der engagierte Kolumnist der Zeitung „Vancouver Sun“ einer kleinen Gruppe von Naturschützern angeschlossen, um mit einer Protestfahrt auf dem Fischkutter „Greenpeace“ vor der Küste von Alaska auf geplante US-Atomtests aufmerksam zu machen.

Zwei Jahre später wurde Hunter zum ersten Vorsitzenden der jungen Organisation gewählt. Er beteiligte sich vor allem an Aufsehen erregenden Aktionen gegen den Wal- und Robbenfang und die Verschmutzung der Weltmeere durch Giftmüll. Hunter prägte den Begriff „Rainbow Warrior“ (Regenbogen-Kämpfer) und stellte die Geburt der Organisation 1978 in dem Buch „Warriors of the Rainbow“ dar.

Unter seinem Vorsitz entwickelte sich Greenpeace rasch zu einer internationalen Bewegung; heute hat sie 2,5 Millionen Mitglieder in 40 Ländern. 1981 zog sich Hunter aus der Bewegung zurück, um Bücher zu schreiben und journalistisch zu arbeiten. Greenpeace würdigte seinen Einsatz zum Schutz der Wale und Seehunde und gegen Atomtests. Das „Time Magazine“ kürte Hunter im Jahr 2000 zu einem der zehn größten Umweltschützer des 20. Jahrhunderts.

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