Grass rechnet mit Turn-Around

Der zum deutschen Würth-Konzern gehörende Vorarlberger Beschläge-Hersteller Grass soll heuer den Turn-Around schaffen. Es sollen auch neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Das berichtete am Montag der Wirtschaftspressedienst twp.at unter Bezugnahme auf die Geschäftsführer Mark Hamori und Christoph Walter. Bereits im Geschäftsjahr 2005 konnte Grass die operativen Verluste halbieren. Noch heuer sollen am Standort der Grass GmbH in Höchst am Bodensee 14 Mio. Euro investiert und 20 neue Mitarbeiter eingestellt werden.

„Wir werden heuer den Turn-Around schaffen“, sagte Walter gegenüber dem Wirtschaftspressedienst twp.at. Seine Prognose begründete der Geschäftsführer mit gutem Auftragsstand und dem spürbaren Preisrückgang beim Rohstahl. Der Auftragsstand liege um 30 Prozent höher als vor einem Jahr. Innerhalb der Produktpalette habe es eine Verschiebung hin zu profitableren Erzeugnissen gegeben. So habe man bewusst auf über fünf Mio. Euro Umsatz von ertragsschwachen Produkten verzichtet.

Den Vorjahres-Umsatz bezifferte Walter mit 100 Mio. Euro, das entspreche einem bereinigten Plus von sieben Prozent gegenüber 2004. Verantwortlich dafür seien vor allem die deutschen und europäischen Markenküchen-Hersteller und die Umstellung aller Kunden auf die 2004 eingeführte Beschlägeserie Nova Pro. Wesentlich stärker als früher seien bei der Akquirierung von Neukunden Länder wie Spanien, Portugal und Italien ins Visier genommen worden, auch auf dem für Grass wichtigen US-Markt sei die Entwicklung erfreulich verlaufen. Nach eigenen Angaben erzielt Grass einen Exportanteil von über 95 Prozent.

An Investitionen sind für heuer am Standort Höchst 14 Mio. Euro vorgesehen. Neben der Erhöhung der Produktionskapazitäten strebt der Beschläge-Hersteller auch die Forcierung der Entwicklungstätigkeit für neue Produkte an. Bereits 2005 seien sieben Millionen Euro investiert worden. Ermöglicht würden diese Investitionen durch die zufrieden stellende Geschäftsentwicklung im Vorjahr und den Auftragsstand im laufenden Geschäftsjahr.

Der Beschläge-Hersteller Grass wurde per 1. März 2004 kurz vor der Insolvenz von der im deutschen Künzelsau beheimateten Würth-Gruppe zu 100 Prozent übernommen. Organisatorisch zu Grass gehören zwei Produktionsstandorte in Deutschland und den USA sowie zwei Vertriebsfirmen in Frankreich und Shanghai.

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