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Grass: 70 Mitarbeiter müssen gehen

Höchst - Nach dem Kolbenhersteller Mahle König in Rankweil muss auch Grass Beschläge wegen massiver Auftrags- und Umsatzeinbrüche auf die Notbremse steigen.

Wie Geschäftsführer Dkfm. Christoph Walter auf Anfrage bestätigte, wurden beim AMS 70 Grass-MitarbeiterInnen österreichweit (davon 62 in Höchst und Götzis) zur Kündigung angemeldet, außerdem werden ab April rund 800 Mitarbeiter auf Kurzarbeit gestellt.

 

„Wir haben dies heute Nachmittag mit AMS und Sozialpartnern im Prinzip vereinbart. Die Kündigungen werden sich auf die Standorte Höchst und Götzis ausgewogen verteilen, es sind sowohl Arbeiter wie hochqualifizierte Angestellte betroffen. Die Kurzarbeit wird 70 bis 80 Prozent der Regelarbeitszeit betragen, Kurzarbeitstag wird der Montag sein. Aus Solidarität mit diesen Hauptleidtragenden der Krise werden auch die Top-Führungskräfte von Grass, uns Geschäftsführer eingeschlossen, auf 10 Prozent vom Nettogehalt verzichten”, berichtete Walter am frühen Abend.

Der Geschäftsführer zeigte sich gestern betroffen, nach Nutzung aller anderen Instrumente – von Aufbrauchen von Zeitguthaben bis zum Abbau von Resturlauben – nun diese drastischere Gangart einschlagen zu müssen. „Noch 2008 war ein Rekordjahr mit Superergebnissen – 2009 brachte eine 180 Grad-Wende, wir mochten selbst ein Monat nicht glauben, dass es eine solche Vollbremsung würde”, zeigte sich Christoph Walter von der Intensität der Krise noch immer überrascht. Die Kurzarbeit wurde vorerst vom 1. April bis 31. Juli ins Auge gefasst. Das würde bedeuten, dass Grass danach eine Behaltefrist von zwei Monaten einhalten muss. „Das ist für beide Seiten, Arbeitgeber und Kurzarbeitende, akzeptabel, auch wenn es solche Auflagen an unseren deutschen Konzernstandorten z. B. überhaupt nicht gibt”, bekennt sich Walter zum österreichsichen/vorarlbergerischen Kurzarbeitsmodell.

Sobald die Kündigungen voll greifen – es sind Kündigungsfristen von bis zu 5 Monaten einzuhalten – wird der Grass-Personalstand österreichweit (Götzis, Höchst, Salzburg) ca. 900 betragen. Dem Kündigungs- bzw. Kurzarbeits-Szenario ist die Grass-Einschätzung unterstellt, dass sich die globale Wirtschaftslage heuer nicht mehr erholen wird. Weil man jedoch fest daran glaubt, dass sie das möglichst wenig später sehr wohl tut, zieht man 2009 wie vorgesehen ein Investitionsprogramm von 30 Mill. Euro durch. „Es dient der Entwicklung neuer Produkte, die Grass bei der Interzum 2009 im Mai in Köln im neuen Corporate Design dem Fachpublikum präsentieren wird”, kündigte Christoph Walter an.

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