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Google-User suchen Osamas Versteck

Osamas Versteck: Anfangs war es wie die Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen. Doch nun scheinen die Google Maps-Sucher fündig geworden zu sein!

Das Geheimnis scheint gelüftet: Hunderte User auf Google Maps suchen derzeit die genaue „Location“ des Verstecks von Osama bin Laden, nachdem die CIA ein Satellitenbild des entsprechenden Grundstücks veröffentlicht hat.

Gelände in Abbott war Versteck von Osama

Das Satellitenbild der CIA ist wesentlich neuer als jenes, das Google-Usern zur Verfügung steht, jedoch scheint es nun ziemlich wahrscheinlich, dass dieses Gelände in Abbott, Pakistan  das Versteck des Terrorfürsten war.

Fragen zum Tod von Osama

Dennoch wirft die gezielte Tötung von Osamabin Laden durch US-Spezialeinheiten im Nachhinein etliche Fragen auf. Besonders intensiv wurde am Dienstag darüber diskutiert, ob der Top-Terrorist Osama bin Laden hätte festgenommen und vor Gericht gestellt werden müssen. Zwar betonten US-Verteidigungsbeamte und Geheimdienstler, der Tod Osama Bin Ladens sei nicht Ziel der Aktion gewesen, er hätte auch festgenommen werden können. Doch sehen politische Beobachter in der Tötung vor allem Taktik: Denn damit seien ein Schauspiel vor Gericht und mögliche Schwierigkeiten für US-Präsident Barack Obama vermieden worden.

“Ich denke, dass Weiße Haus atmet jetzt wahrscheinlich erleichtert auf, dass er letztlich getötet und nicht gefangen genommen wurde”, sagt Andrew Exum vom Center for a New American Security. Eine Festnahme sei gefährlich gewesen, und die Haft und der Prozess wären zum “Zirkus” geworden. “Wir wir ihn in unserem Rechtssystem zur Rechenschaft gezogen hätten, wäre kompliziert gewesen”, sagt der frühere US-Offizier.

Was wäre bei einer Festnahme von Osama geschehen?

Wäre Osama bin Laden festgenommen worden, hätte er aller Wahrscheinlichkeit nach in das umstrittene US-Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba gebracht werden müssen. Anschließend wäre es zu einem Prozess vor einem zivilen oder einem Militärgericht gekommen. Bei jedem Detail der Behandlung Osama bin Ladens hätte Obama den prüfenden Blicken der eigenen Bevölkerung und der Welt standhalten müssen und wäre damit auch möglicher Kritik ausgesetzt gewesen.

Im Gegensatz zum früheren irakischen Machthaber Saddam Hussein erhielt Osama bin Laden keine Chance, sich vor Gericht zu verteidigen oder seine Anhänger zu mobilisieren. Aus der Gefangennahme Saddam Husseins 2003 dürfte die US-Regierung ihre Lehren gezogen haben, denn dieser sei anschließend “zum Märtyrer in der arabischsprechenden Welt geworden”, sagt Exum.

War der Tod von Osama richtig?

Obwohl einige Menschenrechtler sagen, ein Prozess hätte Osama bin Ladens Verbrechen aufgezeigt und wäre gerecht gewesen, gehen Beobachter nicht davon aus, dass der Tod Osama bin Ladens zu Kontroversen führen wird. “Es ist unwahrscheinlich, dass es einen lauten Aufschrei über die Entscheidung geben wird, Osama bin Laden eher zu töten als ihn lebend festzunehmen”, schrieb der Kommentator Joshua Keating auf der Internetseite Foreignpolicy.com. Denn mit der Tötung sei ein umstrittener Prozess vermieden worden.

Mit der Entscheidung für eine See-Bestattung wollten die USA den Al-Kaida-Chef offensichtlich still und leise aus dem öffentlichen Blickfeld nehmen – anstatt eine Grabstätte zu haben, die zur Pilgerstätte hätte werden können. Israel verfuhr nach der Hinrichtung des NS-Kriegsverbrechers Adolf Eichmann 1962 ähnlich und verstreute dessen Asche im Mittelmeer. “Wir brauchen kein Grab, das zur heiligen Stätte werden könnte”, hatte der damalige israelische Ministerpräsident David Ben Gurion gesagt und hinzugefügt: “Keine Spur wird von ihm übrig bleiben.”

Sollen Bilder von Osama öffentlich gemacht werden?

Nachdem ein Prozess für Osama bin Laden ausscheidet, stehen die USA nun unter anderem vor der Frage, ob Bilder der Leiche des Top-Terroristen öffentlich gemacht werden sollen. Einige US-Abgeordnete fordern dies als Beweis für die Welt, der gezeigt werden müsse, dass Bin Laden wirklich tot ist.

Dem Vorsitzenden des Geheimdienstausschusses im Repräsentantenhaus, Mike Rogers, zufolge wird derzeit noch abgewägt, ob die Bilder veröffentlicht werden sollen. Die Entscheidung sei schwierig: “Wir wollen sicherstellen, dass wir Osama bin Ladens Würde bewahren – wenn es eine gab. Wir wollen keine Probleme in anderen Teilen der Welt auslösen und zugleich genügend Beweise erbringen, dass die Menschen sicher sein können, dass es Osamabin Laden war.” (APA)

 

 

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