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"Goldgräberstimmung an der Sprit-Meile"

Hörbranz, Lochau - Was sich in Grenznähe im Kampf um deutsche Tankkunden abspielt, erinnert ein wenig an Goldgräberstimmung: Tankstellen in Grenznähe sind eine wahre Goldgrube.

Kein Wunder, dass nicht nur bestehende erweitert werden, sondern auch neue geplant werden. Ein Lokalaugenschein.

Das wechselt wieder

„Jahrzehntelang war mit einer Tankstelle in Grenznähe kein großes Geld zu verdienen, da fuhren nämlich unsere Autofahrer zum Tanken nach Deutschland. Jetzt ist es umgekehrt, aber das wechselt wieder“, macht sich Konstantin Deuring keine Illusionen, dass die Umsätze auf alle Zeiten so erfreulich bleiben werden.. Derzeit beträgt die Preisdifferenz bei Benzin etwa 15 Cent, bei Diesel knapp zehn Cent. Bei einem 50-Liter-Tank somit immerhin fünf bis sieben Euro Ersparnis.

Und obwohl niemand sagen kann, wie lange dieser Preisvorteil besteht, wagt Deuring eine beträchtliche Investition. Deuring zieht damit mit seinem Nachbarn Schindele fast gleich. Direkt neben Deuring hat sich nämlich vor einigen Jahren die deutsche Firma angesiedelt und dieser Tage das Angebot auf 14 Tankplätze erweitert.

Natürlich, räumt Werner Schindele ein, habe man ein Auge auf die Konkurrenz und der Ausbau sei zum Teil auch das Ergebnis gegenseitigen Hochschaukelns. Aber: „Es ist genug Potenzial für alle da – solange die Preisdifferenz zu Deutschland gegeben ist.“ Deshalb sieht Schindele die aktuellen Pläne, eine vor Jahrzehnten aufgelassene Tankstelle wieder in Betrieb zu nehmen, gelassen.

„Fürchten“ müssen diese geplante Tankstelle schon eher die drei anderen Leiblachtaler Tankstellen, die vom Standort her nicht so begünstigt sind: die Esso in unmittelbarer Nachbarschaft des neuen Projekts, die OMV im Lochauer Zentrum und die BP auf dem ehemaligen Dornier-Areal.

„Leben“ können Deuring und Schindele auch mit dem dritten im Bunde der „Freien“: Scheier hat sein Konzept auf den Schwerpunkt Lkw ausgerichtet. Zum Leidwesen derAnrainer. Die Behörden prüften und fanden alles rechtens. Womit nicht gesagt ist, dass sich Gemeinde Hörbranz und die Tankstellenbetreiber nicht darum bemühen, das Verkehrsproblem in den Griff zu bekommen.

„Erweiterung und Umbau von Schindele hat diesbezüglich schon einiges gebracht, und bei Deuring wird mit den neuen Zapfsäulen auch versucht, wartende Autos von der Straße wegzubekommen. Das wird viel zur Sicherheit beitragen“, ist Vizebürgermeisterin Manuela Hackbeim„VN“-Lokalaugenschein überzeugt.„Bei Scheier wird derzeit ein Gehsteig gebaut, die Einmün dung der Krüzastraße umgestaltet. Den großen Wurf könnte allerdings nur ein von uns mit Scheier und dem Land entwickelter Plan einer völlig neuen Verkehrsführung via Autobahnauffahrt bringen“, ist die „amtsführende Bürgermeisterin“ (Bgm. Karl Hehle urlaubt) überzeugt.

Der springende Punkt

Womit der springende Punkt erreicht ist: „Wir haben uns die Erweiterung an der L 190 lange überlegt, doch nachdem für unser Projekt am Autobahnzollamts nichts weitergeht, haben wir uns zu dieser Investition entschlossen“, gibt Werner Schindele im Gespräch mit den „VN“ auch gleich die Antwort darauf, wie viel Hoffnung er auf einen „Durchbruch“ bei den Verhandlungen um das Zollamtsareal hat.

„Eine wirkliche Verkehrslösung könnte nur die Tankstelle an der Autobahn bringen, aber das ist eine endlose Geschichte“, bedauert Hack.

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