Golden Girls: Piz Buin als Geburtstagsgeschenk

Hohenems / Altach / Partenen – Die Besteigung des Piz Buin hat Alexandra Danner zu ihrem 30. Geburtstag erhalten. Ein heftiges Gewitter machte dem Vorhaben einen kleinen Strich durch die Rechnung.
Die Golden Girls auf dem Piz Buin
Bilder: Die Golden Girls und der Piz Buin

Gemeinsam mit Christl Stöckl, Ulli Seebacher und Angelika Thaler machte sie sich zunächst bei Sonnenschein von der Bieler Höhe aus auf den Weg zur Wiesbadner Hütte. Schon bald waren sie die „Golden Girls“ der Hütte. Bei der abendlichen Vorbesprechung mit Edi Kumaropulos, der die Alpinschule „bergaufbergab“ in Weiler leitet, kam es zum Beschluss, bereits um 5.00 Uhr in der Früh zu starten, da das Wetter noch bis Mittag gut sein sollte. Den Rest ihres Geburtstags-Abenteuers schildert Alexandra mit ihren eigenen Worten:

Mit Stirnlampen standen wir pünktlich um 5.00 Uhr vor der Hütte, ausgerüstet mit Helm, Klettergurt und Steigeisen und los konnte es gehen. Langsam wurde es heller und die Sonne zeigte sich hinter den Gipfeln. Um ca. 7.00 Uhr hatten wir den Vermunter Gletscher hinter uns und standen vor dem Einstieg zum Wiesbadener Grätle. Die ersten Wolken zogen auf und es begann zu regnen. Was tun, die große Frage? Nach einer viertel Stunde entschieden wir uns trotz Regen, dass wir das Wiesbadener Grätle erklimmen um eine bessere Übersicht über die Wetterlage zu bekommen. Dies allein war schon ein Abenteuer für uns, da wir ja sonst noch nie geklettert waren und auch noch nie mit Steigeisen einen Gletscher überquert hatten.

Da der Regen immer heftiger wurde und auch noch ein Gewitter aufzog, mussten wir uns schweren Herzens entscheiden, die Tour hier abzubrechen. Wir seilten uns nun neu an, um über den Ochsentalgletscher der hier noch mit Schnee bedeckt war, wieder abzusteigen. Nach ca. einer Stunde im Graupelregen, über uns Blitz und Donner, erreichten wir ein großes eisglattes Gletscherfeld. Nun hieß es wieder die Steigeisen an zuschnallen.

Es gab nun nichts mehr, wir wollten nur noch raus aus den nassen Sachen. Nur keine Pausen, einfach nur zurück zur Hütte. Nach mehr als fünf Stunden erreichten wir dann wieder unseren Ausgangspunkt. Unsere 1 ½ lit. Flüssigkeit und die Jause brachten wir auch wieder wohlbehalten zurück. Keiner hatte Lust bei diesem Dauerregen seinen Rucksack vorher auszupacken.

Unser vorsorglicher Führer hat uns dann auch gleich Münzen für die heiße Dusche gebracht. Nach dieser Dusche und einer Runde Schnaps wurde es uns dann auch wieder warm. Noch viele Stunden erzählten wir immer wieder von unseren beeindruckenden Erlebnissen.

Um diesen neuen Herausforderungen noch eins drauf zu geben, hat uns der Wettergott beim Aufstehen am nächsten Tag, auch noch mit 15 cm Neuschnee beglückt. Da Kettenpflicht für die Silvretta Hochalpenstraße angesagt war, beschlossen wir uns bis Mittag abzuwarten. Um 12.00 Uhr gingen wir durch starkes Schneetreiben zurück zur Bielerhöhe. Es war trotz vorzeitigem Abbruch ein unvergessliches Abenteuer.

VOL Live traf die vier Bergsteigerinnen auf der Wiesbadner Hütte und ließ sich das Erlebnis schildern.

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