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"Gold-Paarlauf" gestartet

Der olympische Gold-Paarlauf von Michael Phelps und Ian Thorpe hat begonnen. Die beiden Schwimm-Superstars holten am Samstag bei den Spielen in Athen ihren jeweils ersten Titel.

US-Ass Phelps versüßte sich seine Premieren-Medaille im Zeichen der fünf Ringe noch mit einem Weltrekord. In 4:08,26 Minuten drückte er seine eigene bisherige Top-Marke über 400 m Lagen um 15/100 Sekunden. Thorpe setzte sich über 400 m Kraul in 3:43,10 durch, allerdings nur um 26/100 vor seinem australischen Landsmann Grant Hackett.

Phelps hat nun bereits, was er zumindest wollte – die eine Goldene. Doch er ließ mit seiner Auftakt-Leistung durchblicken, dass er möglichst lange auf dem Weg zum Mark-Spitz-Rekord von sieben „Goldenen“ bleiben will. Im Wasser hatte er in diesem Rennen keinen ernsthaften Gegner, am meisten forderte ihn die auf der Anzeigetafel mitlaufende Zeit. Den ganzen Lauf lang lag der 19-Jährige unter seinem am 7. Juli bei den US-Trials fixierten Weltrekord, einen Hauch des Vorsprungs auf sich selbst rettete er ins Ziel.

Bei der Siegerehrung schien der Mann aus Baltimore von diesem für ihn historischen Moment doch etwas gerührt, in seinem bisher einzigen Olympia-Rennen war er vor vier Jahren in Sydney als allerdings erst 15-Jähriger über 200 m Delfin „nur“ Fünfter geworden. Sein Landsmann Erik Vendt (4:11,81) fixierte einen US-Doppelsieg, der ungarische Europameister und Europarekordler Laszlo Cseh holte Bronze. Wie auch alle anderen Medaillen-Gewinnern wurde dem Trio auf dem Podest in Anlehnung an die Antike ein Lorbeerkranz auf den Kopf gesetzt.

Diese schöne Verbindung zum Beginn der olympischen Idee durfte auch Thorpe in Anspruch nehmen. Der 21-Jährige ist auf seiner Parade-Disziplin nun weiter seit der WM 1998 in Perth ungeschlagen, doch Hackett wackelte diesmal sehr kräftig an „Thorpedos“ Thron. Im Vorlauf hatte der 1.500-m-Ausnahmekönner Thorpe 19/100 abgenommen, auf den letzten 100 Metern des Endlaufes waren es sogar 51/100 – für den Sieg aber zu wenig. Thorpe hält nun bei insgesamt vier Mal Olympia-Gold. Bronze ging an Klete Keller aus den USA (3:44,11).

Den zweiten Weltrekord des Tages lieferten die australischen Kraulerinnen, in 3:35,94 über 4×100 m verbesserte das „Aussie“-Quartett die Marke der Deutschen von der EM 2002 in Berlin um 6/100. Eine beachtliche Leistung zeigte auch Jana Klotschkowa. Die 22-jährige Ukrainerin verteidigte über 400 m Lagen ihren Titel von Sydney, in 4:34,83 schlug sie aber nur 12/100 vor Kaitlin Sandeno aus den USA an. Die Argentinierin Georgina Bardach wurde überraschend Dritte (4:37,51) und nicht wie erwartet die Ungarin Eva Risztov.

Über 100 m Brust der Herren wurde an diesem ersten Wettkampftag im „Olympic Aquatic Center“ der olympische Rekord zwei Mal unterboten. Im Vorlauf war der japanische Ex-Weltrekordler Kosuke Kitajima in 1:00,03 an der Reihe gewesen, im Semifinale war US-Weltrekordler Brendan Hanson noch um 2/100 schneller. Maxim Podoprigora war am Vormittag als 25. in 1:03,08 ausgeschieden. Im 100-m-Semifinale der Damen lagen mit Inge de Bruijn (NED), Petria Thomas (USA) und Otylia Jedrzejczak (POL) die großen Drei auf dieser Distanz voran.

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