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Gold mit Ansage: Fischbacher triumphierte im Super-G

Österreichs alpine Skidamen wachsen bei den XXI. Olympischen Winterspielen in Kanada über sich hinaus. Die Salzburgerin Andrea Fischbacher (24) gewann am Samstag den Super-G in Whistler Creekside vor der Überraschungszweiten Tina Maze aus Slowenien (+0,49 Sekunden zurück) und Abfahrts-Olympiasiegerin Lindsey Vonn aus den USA (0,74).
Bilder der Siegerehrung
Bilder vom Rennen
Reaktionen zu Super-G-Gold
Steckbrief von Andrea Fischbacher
Porträt der Olympiasiegerin
Goldparty für Fischbacher

Damit hält das ÖOC bei sechs Medaillen, für die alpine Sparte war es die erste Goldmedaille, zuvor hatte es nur Bronze durch Elisabeth Görgl in der Abfahrt gegeben, die im Super-G Fünfte wurde.

Auf dem von ihrem Trainer Jürgen Kriechbaum gefinkelt gesetzten Kurs auf der technisch anspruchsvollen und damit für Fischbacher maßgeschneiderten “Franz’s” fuhr die Großcousine von Hermann Maier, die eine nahezu so große Super-G-Fähigkeit wie der zurückgetretene Superstar besitzt, das Rennen ihres Lebens. Nach dem um nur 3/100 Sekunden verpassten Abfahrts-Bronze hatte sie die Enttäuschung gebündelt und in Energie umgesetzt, ein bisschen Wut im Bauch war auch noch vorhanden gewesen. Fischbacher ist die dritte Super-G-Olympiasiegerin für Österreich nach Sigrid Wolf (1988 in Calgary) und Michaela Dorfmeister (2006 in Turin).

“Ich habe gewusst, dass auch Gold möglich ist, wenn ich halbwegs einen Lauf herunterbringe”, sagte die Sportlerin des Union Skiclub Eben (wieder eine Läuferin aus dem Pongauer Skitalente-Pool), die bei der WM vor einem Jahr in Val d’Isere bereits Bronze in ihrer Paradedisziplin gewonnen hatte, im Zielraum. Und es war ein Gold, dass sie regelrecht angekündigt hatte, ebenso wie (hinter vorgehaltener Hand) nach der Abfahrt ihr Cheftrainer Herbert Mandl.

Sie hat immer gewusst, dass Vonn zu schlagen ist, vor allem, nachdem sie diese im Kombi-Super-G in St. Moritz gebogen hatte. “Würde ich nicht glauben, dass Vonn zu schlagen ist, würde ich nicht an Gold glauben”, hatte sich Fischbacher vor dem Rennen selbstbewusst hinausgelehnt und im Rennen zu einem speziell für Olympia gebauten Abfahrts-Ski gegriffen. Für Atomic war es das zweite Alpin-Gold nach jenem des Norwegers Aksel Lund Svindal am Vortag im Super-G.

Um 26/100 Sekunden an Bronze vorbei schrammte Görgl, beinahe wäre es die vierte Blecherne im rot-weiß-roten Alpinlager nach Fischbacher (Abfahrt), Mario Scheiber (Abfahrt) und Kathrin Zettel (Super-Kombination) geworden, doch holte sich die Italienerin Johanna Schnarf mit Startnummer 30 noch den undankbaren vierten Platz. “Ja, ja, ja, ja! Yes!”, war von den Lippen der Steirerin Görgl zu lesen gewesen, als sie im Zielraum abgeschwungen hatte, am Ende reichte es aber nicht für einen Platz an der Sonne.

“Ich habe im Mittelteil ein, zwei Tore nicht optimal erwischt, unten bin ich gut gefahren. Ich habe gewusst, es war keine perfekte Fahrt, aber ich habe gedacht, wenn es reicht, war es gut. Aber es hat nicht gereicht”, sagte Görgl die wohl ein, zwei Zehntel verloren hatte, weil sie am Start den Stock aus der Hand verloren hatte und deshalb hatte nachfassen müssen.

Der geschlagenen Tapfavoritin Vonn – die laut erster Analyse zu sehr auf Linie gefahren war – blieb nach Bronze der Trost über die zweite Medaille im Zeichen der Fünf Ringe, Kombi-Olympiasiegerin Maria Riesch aus Deutschland wurde Achte, unmittelbar vor der zweifachen Whistler-Silbermedaillengewinnerin Julia Mancuso (USA). Maze hatte “nicht gedacht”, dass sie im Super-G eine Medaille holen könne. “Eher hätte ich in der Kombination damit gerechnet. Aber ich habe heute voll attackiert und bin sehr zufrieden.”

Anna Fenninger kam auf Rang 16 (+2,16), Nicole Schmidhofer sah das Ziel nicht, sie fuhr nach einem Sprung bei einem Tor vorbei. “Ich war zu gerade, bin Vollgas gefahren”, sagte die 20-jährige Steirerin. Unter anderen zu Sturz gekommen war die Kanadierin Emily Brydon, für die die Heimspiele enttäuschend und tränenreich verliefen (16. Abfahrt, 14. Super-Kombination). Beste Kanadierin wurde Britt Janyk als 17.

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