Gold für Maze im Damen-RTL - Silber für Fenninger

Mit Startnummer 1 zur Bestzeit
Mit Startnummer 1 zur Bestzeit
Anna Fenninger hat am Dienstag im olympischen Riesentorlauf der Damen Silber geholt. Die Salzburgerin lag nach zwei Läufen in Krasnaja Poljana am Ende nur sieben hundertstel Sekunden hinter Siegerin Tina Maze. Die Slowenin war schon nach dem ersten Durchgang komfortabel voran gewesen. Bronze ging an die Deutsche Viktoria Rebensburg.
Zweiter Durchgang ab 10 Uhr


Als zweitbeste Österreicherin wurde Elisabeth Görgl Elfte. Michaela Kirchgasser klassierte sich auf Rang zwölf, Kathrin Zettel wurde 19. Für Fenninger war es die zweite Medaille bei den Winterspielen in Russland nach Gold im Super-G.

Nach einer anfangs schwachen Saison hat Gesamt-Weltcup-Siegerin Maze die perfekte Formkurve hinbekommen und räumt nun in Russland groß ab. Die Slowenin ist die erste alpine Doppel-Olympiasiegerin der Winterspiele 2014. In der Abfahrt hatte sich die Vorzeige-Allrounderin ex aequo mit der Schweizerin Dominique Gisin Platz eins geteilt – damals noch bei strahlendem Sonnenschein.

Im ersten Durchgang des Riesentorlaufs nützte Maze Startnummer eins perfekt aus und legte eine klare Bestzeit hin, im zweiten Lauf reichte ihr dann die elftbeste Marke, um die Goldene nach Hause zu fahren. “Doppel-Olympiasiegerin, das hört sich sehr gut an”, meinte Maze überglücklich. “Nach der letzten Saison war es für mich schwierig, den Rhythmus zu halten. Ich habe daher den Fokus voll auf Olympia gelegt”, erklärte Sloweniens erste Olympiasiegerin in der Geschichte von Winterspielen.

“Ich bin auch über Silber sehr glücklich, es ist einfach nur cool”, meinte Fenninger trotz der nur hauchdünn verpassten zweiten Goldenen. Es wäre der erste Riesentorlauf-Olympiasieg der ÖSV-Damen überhaupt gewesen. Zur Halbzeit war Österreichs “Sportlerin des Jahres 2013” noch auf Rang vier gelegen, doch im Finale erwischte Fenninger dann vor allem den entscheidenden Steilhang sehr gut.

“Der Steilhang war der Schlüssel in diesem Rennen. Ich wusste, dass ich riskieren muss. Und es ist mir aufgegangen. Dass sich das noch aufs Stockerl ausgegangen ist, darauf bin ich wirklich stolz”, freute sich Fenninger, die über die spannenden Sekunden vor Mazes Zieleinfahrt meinte: “Ich hab mir gedacht: ‘Entweder es soll sein, oder nicht.’ Aber das ist jetzt egal, ich habe eine Silberne.”

Gemeinsam mit Silber und Bronze von Nicole Hosp haben Österreichs Alpin-Damen in Krasnaja Poljana bereits vier Medaillen gesammelt. Insgesamt neun hat das ÖOC-Team bisher geholt, die nächste ist dann Österreichs 300. in der Geschichte von Sommer- und Winterspielen.

Görgl muss Russland hingegen ohne Medaille verlassen. “Ich habe bei den Spielen gesehen, dass ich schnell sein kann. Leider habe ich es aber nicht runtergebracht”, lautete die Kurzbilanz der Steirerin. Kirchgasser wusste, dass sie es angesichts der bisher eher schwachen Riesentorlauf-Saison schwer hatte. “Immerhin ist es mein bestes Riesentorlauf-Ergebnis in dieser Saison, ich bin zufrieden. Aber es hat mir auch ein wenig am Selbstvertrauen gefehlt”, sagte die Salzburgerin.

“Abhaken und auf den Slalom konzentrieren”, lautete auch das Resümee von Zettel, der sich im ersten Lauf eine Torflagge um den Kopf gewickelt hatte. Sie hatte sich schon sehr darüber gewundert, dass dieses Rennen bei den herrschenden Verhältnissen überhaupt stattfand.

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