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Gold als Kriseninvestment gefragt, Preis zieht an

Gold gilt in Zeiten unsicherer Konjunktur als "sicherer Hafen". Aufgrund der jüngsten Finanzkrise und der zu erwartenden schwächeren Konjunktur flüchten viele Anleger derzeit also wieder in Gold-Investments - zum Schutz vor Inflation bzw. Geldentwertung, aber auch vor einer globalen Rezession.

Nach der Rettungsaktion für den US-Versicherer AIG zeigten sich die Rohstoffmärkte am Mittwoch erleichtert, und der Goldpreis kletterte weiter nach oben.

In den Sommermonaten erging es dem Gold nicht besser als anderen Rohstoffen: Sein Preis fiel stark – von mehr als 1.000 auf 750 Dollar je Feinunze. Gold-Freunde sahen das als Gelegenheit, noch ein paar Münzen oder Barren zu kaufen, in der Hoffnung, dass der Goldpreis bald wieder steigt. Und tatsächlich hat das Edelmetall seinem guten Ruf als Kriseninvestment alle Ehre gemacht: Seit klar war, dass Lehman Brothers vor dem Aus steht, legte der Goldpreis zu und könnte weiter steigen. Laut Analysten der Deutschen Bank sprechen die Fundamentaldaten für eine Erholung des Goldpreise auf 900 Dollar in den nächsten Monaten.

“Wir sind optimistisch für Gold, weil Gold als sicherer Hafen gilt und die Nachfrage nach Gold traditionell im zweiten Halbjahr steigt. Aufgrund der jüngsten Entwicklungen in den USA sollte Gold daher im heurigen vierten Quartal alle anderen Asset-Klassen outperformen”, sagte auch der Gold-Experte in der Volksbank-Invest, Ulrich Baumann, im Gespräch mit der APA. Er erwartet, dass der Goldpreis von derzeit 550 auf 600 Euro je Unze bis zum Jahresende steigt.

Unterstützung sollte Gold – neben dem Kaufboom in Indien und im Nahen Osten, der durch den jüngsten Preiseinbruch ausgelöst wurde – zudem von der Entwicklung des Dollar-Kurses bekommen. Durch die Milliarden-Unterstützungen seitens der US-Regierung für die Hypothekenbanken Fanny Mae und Freddy Mac und zuletzt für den Versicherungsriesen AIG rechnet Baumann längerfristig mit einer Abschwächung der US-Währung. Und das würde wiederum den Goldpreis stützen.

“Überrascht” zeigte sich der Experte, dass der Goldpreis nicht schon jetzt stärker auf die Finanzkrise reagiert hat. Erklären könnte man dies mit dem nach wie vor starken Dollar, hieß es. In Mitleidenschaft gezogen wurde der Goldpreis zudem, weil sich Fonds zuletzt auf der Suche nach Liquidität vermehrt aus Edelmetallen zurückgezogen haben.

Der Goldpreis war vergangenen Donnerstag vorübergehend auf 736 Dollar je Unze und damit auf den tiefsten Stand seit elf Monaten gefallen, schloss jedoch Freitag in London bereits wieder mit 755 Dollar. Am Montag ist der Goldpreis nach dem Scheitern der Rettungsversuche für die US-Investmentbank Lehman Brothers weiter gestiegen und notierte heute Vormittag in London mit 785,50 Dollar.

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