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"Göttliche" und faire Mode: Ein Besuch bei Göttin des Glücks

Mode zum Wohlfühlen: Das ist das Credo der Göttin.
Mode zum Wohlfühlen: Das ist das Credo der Göttin. ©Göttin des Glücks
Bei der Vienna Fashion Week 2012 sind die verschiedensten heimischen Designer vertreten - so auch das "göttlichste" Label von allen: Ein Gespräch mit den kreativen Köpfen von Göttin des Glücks über den Schick bei fairer Mode, mit der man sich "einfach gut fühlt".
Die Göttin in Wien
Göttin des Glücks: Aktuelle Herbst-Kollektion
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Farbenfroh leuchten die Kleider von den Haken, schlicht geschnitten, aber trendig und auffällig. Auf Shirts und Buttons finden sich humorvolle Sprüche, die zum Schmunzeln anregen. „Danke, mir geht’s gut“ sagen die Stücke – und sollen damit das Lebensgefühl der Trägerinnen widerspiegeln. „Die Göttin steht für Wohlbefinden und Lebensfreude, das soll an jedem Produkt zu erkennen sein“,  so Dessi Stoytcheva, zuständig für Entwurf und Schnitt bei Göttin des Glücks.

Das Label mit dem klingenden Namen ist in der Modewelt bereits seit sieben Jahren ein Begriff. Das Besondere daran: Als erstes öko-faires Modelabel aus Österreich entspricht  die gesamten Produktion den Kriterien des fairen Handels, es werden nur „Fair Trade“- zertifizierte Materialien, vorwiegend Bio-Baumwolljersey, verwendet. Ziel ist es, modische Kleidung unter fairen Bedingungen herzustellen.

„Das bedeutet, dass die Arbeiter in der Produktionsfirma auf Mauritius geregelte Arbeitszeiten, faire Entlohnung, medizinische Versorgung vor Ort und  Sozial- und Pensionsversicherung haben –  was dort nicht selbstverständlich ist. Und es gibt auch Urlaub, sogar zwei Mal täglich Tee-Pausen!“, erklärt Igor Sapic, ebenso Mitglied des „göttlichen“ Designer-Kollektivs.

Faire Mode in Österreich – eine Nische?

Wie kam es überhaupt zur Entstehung der Göttin?  „Die Idee entstand aus reiner Freude“, erinnert sich Dessi zurück. Eine Gruppe von Freunden, die ihre eigenen Labels hatten, sich auf Anhieb mochten und zusammenschlossen. Mit 50 Euro jeweils in der Hand gingen diese Freunde dann Stoffe einkaufen und begannen, gemeinsam zu entwerfen und zu schneidern, bis in einer Woche 60 Stücke entstanden – die flugs weggekauft wurden. Die Göttin hatte ihre ersten Schritte gemacht. Irgendwann wurde es mehr und mehr – und die Entscheidung für das gemeinsame Label gefällt. „Die Göttin hat uns immer wieder zum Weitermachen animiert.“

Der Fokus fiel dann auf den Bereich „Wohlfühlmode“, prägend wurde der Slogan „Danke, mir geht’s gut”, mit dem auch das große Umdenken kam. „Wenn es uns gut geht, und es unseren Kunden mit der Mode gut geht, muss es auch denen gut gehen, die das Kleid produzieren“, fasst Igor den Grundgedanken des Labels zusammen. So wurde Fair Trade die Leitlinie der Göttin.

Gibt es einen wachsenden Trend in Richtung bewusste Mode hierzulande? „Die Menschen werden langsam aufmerksam dafür, aber leider eben nur langsam“, meint Dessi. „Immer mehr Leute fragen jedoch genau nach, woher ein Kleidungsstück kommt, warum es teurer ist als andere, was besser an dem Produkt ist.“

Ist es für faire Mode schwieriger am Markt? „Ja, die Auswahl an Materialien ist nicht so groß, wenn man Fair-Trade produziert. Dafür muss man umso kreativer arbeiten. Auch das Preisniveau ist anfangs für einige eine Hemmschwelle.“

Der Kosten-Faktor bei der Göttin: 29 Euro etwa für ein Basic-Shirt, die Kleider fangen bei 85 Euro an. Dafür sind die Stücke nicht von der Stange und 100 Prozent fair produziert.

„Zwar kommt die faire Mode langsam immer stärker ins Bewusstsein der Menschen, aber die Masse geht immer noch lieber zu den günstigen Großhändlern“, meinen die Designer.

MQ Vienna Fashion Week ein „Muss“

Dennoch verorten die beiden am österreichischen Modemarkt viel Bewegung. „Vor rund 15 Jahren gab es hier kaum Präsentationsflächen. Aber jetzt wird es immer mehr, zum Beispiel die MQ Vienna Fashion Week, die wirklich eine gelungene Plattform ist. Wir sind seit Anfang an mit von der Partie. Es ist ein Muss als österreichisches Label, dort dabei zu sein!“

Und was trägt die Göttin im Herbst? „Gedämpfte Töne, Petrolfarben, auch stark Figur-betonende Stücke, die dennoch alltagstauglich sind. Auch auf der Fashionweek werden wir viele raffinierte Accessoires präsentieren – die Göttin zeigt sich sehr vielseitig im Herbst.“

Göttin des Glücks in Wien

Shop: Operngasse 32, 1040 Wien, Öffnungszeiten: Mi–Fr 11–18h, Sa 10–16h.

Das Studio: Kirchengasse 17, 1070 Wien, Öffnungszeiten: Di–Fr 12–19h, Sa 11–17h.

Mehr Informationen zum Label hier.

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