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Glück für Hörbranz beim "Jahrhunderthochwasser" anno 1910

Eisenbahnbrücke Hörbranz-Lindau: Soldaten des 20.bayerischen Infanterie-Regimentes
Eisenbahnbrücke Hörbranz-Lindau: Soldaten des 20.bayerischen Infanterie-Regimentes ©wru

Vorarlberg vor 100 Jahren: Anhaltende Regenfälle vom 13. bis 15. Juni 1910 verursachen eine “Jahrhundert-Hochwasserkatastrophe”, die 87 von 102 Gemeinden des Landes unterschiedlich schwer trifft. Viele Verbauungen, Straßen, Brücken, Bahnlinien, Häuser und Felder werden verwüstet. Auch Menschleben sind zu beklagen. Das Land Vorarlberg beschließt ein “Wiederherstellungs- und provisorisches Wasserbauprogramm”. Die gewaltigen Ausgaben zwingen den Landtag, die Biersteuer von 2 auf 4 Heller pro Liter zu erhöhen, was vielerorts zu Verärgerungen führt. Auch eine Steuer auf Motorfahrzeuge – die als Luxus gelten – soll Einnahmen bringen. Für die schweren Hochwasserschäden werden überall Spenden gesammelt. Die Haussammlung in Hörbranz erbringt den Betrag von 2.000 Kronen.

Höbranz bleibt diesmal von großen Verwüstungen weitgehend verschont. Die Leiblach steigt zwar beängstigend hoch an und das mitgeführte Treibholz droht die Brücken zu “verstopfen”. Sobald der Wasserspiegel fällt, werden Soldaten des 20. bayerischen Infanterie-Regimentes aus der Garnison Lindau zu Aufräumarbeiten abkommandiert. Sie räumen den Durchfluss unter der Eisenbahnbrücke – direkt an der Grenze zwischen Vorarlberg und Bayern – frei, damit beim neuerlichen Ansteigen des Wassers die Gefahr gebannt ist.

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