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Gleichgeschlechtliche Hochzeiten stoppen

In der Auseinandersetzung um die gleichgeschlechtliche Ehe in San Francisco hat nun Gouverneur Arnold Schwarzenegger klar auf Seiten der Traditionalisten Stellung genommen.

Im kalifornischen Recht werde die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau definiert und er unterstütze dies, heißt es in einer Stellungnahme Schwarzeneggers vom Dienstag. Daher appelliere er an die Vertreter von San Francisco das Gesetz zu beachten.

„Ich unterstütze alle bestehenden kalifornischen Gesetze, durch die Lebenspartnerschaften geschützt und gefördert werden. Doch die Kalifornier haben über die Frage der gleichgeschlechtlichen Ehe bereits entschieden, als sie eindeutig das kalifornische Recht bestätigten, welches die Ehe als etwas zwischen einem Mann und einer Frau definiert. Ich unterstütze dieses Gesetz und fordere die Vertreter von San Francisco auf diesem Gesetz zu folgen. Die Gerichte sollten schnell handeln um diese Frage zu lösen“, heißt es in der Stellungnahme Schwarzeneggers.

Seit vergangenem Donnerstag werden in San Francisco auf Anordnung des Bürgermeisters Gavin Newsom homosexuelle Paare am Standesamt nicht abgewiesen. Bei einem wahren Ansturm von heiratswilligen Paaren wurden in den vergangenen Tagen fast 2.500 gleichgeschlechtliche Ehen geschlossen. Der demokratische Bürgermeister argumentiert mit dem Diskriminierungsverbot in der kalifornischen Rechtsordnung, das ihm untersage homosexuelle Heiratswillige anders zu behandeln als heterosexuelle.

Auf Antrag zweier konservativer Gruppierungen, die die Zulassung von homosexuellen Paaren zur Ehe als illegal betrachten, befassen sich auch die kalifornischen Gerichte mit der Angelegenheit. Die Richter haben bisher jedoch keine Entscheidung getroffen und die Anhörung vertagt. Eine einstweilige Verfügung zum Stopp der Hochzeiten wurde nicht erlassen.

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