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Gleiche Chancen für alle Kinder im Bregenzerwald

Im Erzählcafé wurden bestens funktionierende Inklusionsprojekte aus dem Bregenzerwald vorgestellt.
Im Erzählcafé wurden bestens funktionierende Inklusionsprojekte aus dem Bregenzerwald vorgestellt. ©ME
Gute Beispiele für Inklusion wurden im Frauenmuseum Hittisau vor den Vorhang geholt.
Inklusion im Bregenzerwald

Hittisau. Zur Veranstaltung „Inklusiver Lebensraum Bregenzerwald“ hatte der Verein Integration Vorarlberg in Kooperation mit der Regio Bregenzerwald und dem Frauenmuseum eingeladen. Themen wie „Was bedeutet ein inklusiver Lebensraum? Mit welchen Barrieren haben Menschen mit Behinderung im Alltag zu kämpfen? Wer kann welchen Beitrag für ein gutes Miteinander leisten? Welche Vorteile bringt eine inklusive Gesellschaft?“ standen im Fokus. In ihren Grußworten hob Landesrätin Martina Rüscher das große Engagement des Vereins Integration Vorarlberg sowie anderer Initiativen in diesem Bereich besonders hervor. Im Namen des Frauenmuseums begrüßte Gertrud Faißt die Besucher.

Offenheit gefragt

Seitens der Regio wiesen Obmann Guido Flatz und Eva Brunner (Leiterin Soziales und Integration) auf die Initiative „Der Bregenzerwald lässt kein Kind zurück“ hin und betonten die Wichtigkeit, die Anliegen für einen inklusiven Lebensraum in die Breite zu tragen. „Alle Menschen haben das Bedürfnis nach Zugehörigkeit, Akzeptanz und Wertschätzung – völlig unabhängig von individuellen Merkmalen, wie etwa einer Behinderung. Inklusion kann nur gelingen, wenn viele hinschauen und Offenheit gegeben ist“, hob Nicole Klocker-Manser (Obfrau Integration Vorarlberg) hervor. In seinem Impulsreferat gab Dr. Stefan Allgäuer den Besucherinnen und Besuchern acht interessante Wegweiser zum Thema Inklusion mit.

Pioniergemeinde Andelsbuch

Im Rahmen eines Erzählcafés wurden interessante und gut funktionierende Beispiele für Inklusion aus dem Bregenzerwald präsentiert. Für die Gemeinde Andelsbuch, einer Pioniergemeinde in Sachen Integration, berichtete Dr. Rudolf Rüscher über seine langjährigen Erfahrungen mit Inklusion als Gemeindearzt sowie als betroffener Vater. Architekt Christian Feldkircher erläuterte das Projekt „Mitanand – Füranand“, das große Offenheit vom Bauträger und allen Beteiligten erforderte. Volksschuldirektorin Cornelia Oberbichler sieht in einer integrativen Schule einen Mehrwert für alle Kinder sowie Lehrerinnen und Lehrer. „Wir versuchen beim FC Andelsbuch Menschen mit Benachteiligung in verschiedenen Vereinsebenen zu integrieren. Bei uns lernen sie auch gewinnen und verlieren“, so Obmann Marcel Mätzler.

Vorzeigebeispiele

Nicole Raid ist seit 20 Jahren bei der Gemeinde Langenegg und anderen Arbeitgebern im Dorf angestellt und bestens integriert. Ihre Mentorin Cornelia Steurer sorgt für einen reibungslosen Ablauf im Rahmen des IFS-Spagat-Jobmodells. Als begeisterter Koch hat Michael Baurenhas seit sieben Jahren seinen integrativen Arbeitsplatz im Gasthof Krone in Hittisau. „Er wird bei uns als Koch voll gefordert und macht seine Arbeit mit Leidenschaft“, freut sich Dietmar Nussbaumer über seinen engagierten Mitarbeiter. Über ein Netz an Initiativen im ÖPNV Regio Bregenzerwald zugunsten von Menschen mit Benachteiligung berichtete GF Lukas Schrott. Neue Projekte im Bereich Mobilität präsentierte Andreas Bartl (Lebenshilfe). Im anschließenden Worldcafé galt es für die Besucherinnen und Besucher inklusive Potentiale und Möglichkeiten im eigenen Bereich zu entdecken. ME

 

 

 

 

 

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