Glawischnig sieht Auftritt Erdogans "mit Sorge entgegen"

Aleviten in Österreich: "Nicht durch unbedachte Aussagen 50 Jahre Integrationsarbeit zerstören".
Aleviten in Österreich: "Nicht durch unbedachte Aussagen 50 Jahre Integrationsarbeit zerstören". ©APA
Die Grünen-Chefin Eva Glawischnig sieht nach eigenen Worten dem Auftritt des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan "mit Sorge entgegen". Erdogan sei bisher "nicht als Mann der Versöhnung aufgefallen, sondern als jemand, der mit seinen Reden einen Keil in die Gesellschaft treibt und spaltet", meinte Glawischnig am Dienstag in einer Aussendung.
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Österreich als Rechtsstaat “kann und soll seinen Auftritt nicht verhindern”, ein mit Pomp inszenierter Wahlkampfauftritt sei aber nicht begrüßenswert, so die Grünen-Chefin Eine Rede des türkischen Premiers, in der er in polarisierender Manier von “den Europäern” und “den Türken” spreche, wie er das bei seinem Auftritt in Köln gemacht habe, wäre “Gift für das Zusammenleben”. Er schade damit den hier lebenden Bürgerinnen und Bürgern mit Wurzeln in der Türkei, warnte Glawischnig.

Offener Brief an Erdogan

Die Alevitische Glaubensgemeinschaft in Österreich (ALEVI) veröffentlichte am Dienstag einen offenen Brief an Erdogan. Darin heißt es unter anderem: “Wenn andere Religionen und Konfessionen für Sie vereinende Faktoren und keine trennenden Übel sind, so seien Sie willkommen. Wenn Sie bereit sind, all das was Sie für Ihre türkischen Bürger in Österreich fordern, auch Ihren türkischen Bürgern in der Türkei zu gewähren, so seien Sie willkommen.”

Erdogan soll zur Integration beitragen

Zugleich forderte die ALEVI Erdogan auf, zur Integration in Österreich beizutragen “und nicht durch unbedachte Aussagen 50 Jahre Integrationsarbeit” zu zerstören.

(APA)

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