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Gül: Erste Auslandsreise als Präsident

©AP
Der türkische Staatspräsident Abdullah Gül ist am Dienstag zu seiner ersten Auslandsreise als Staatschef im türkischen Teil Zyperns eingetroffen.

Mit dem Volksgruppenführer der türkischen Zyprer, Mehmet Ali Talat, wollte Gül während seines zweitägigen Besuches unter anderem über die Bemühungen um eine Friedenslösung für die geteilte Insel sprechen.

Das besondere Interesse der türkischen Öffentlichkeit galt Güls Frau Hayrünnisa, die wegen ihres islamischen Kopftuches von der türkischen Armee und anderen innenpolitischen Gegnern des Präsidenten abgelehnt wird. Für Frau Gül war die Reise nach Zypern der erste öffentliche Auftritt seit der Wahl ihres Mannes zum Staatspräsidenten Ende August.

Nach einer Meldung des türkischen Nachrichtensenders NTV sagte Gül auf dem Flug nach Zypern vor mitreisenden Journalisten, die Türkei werde die Suche nach einer Lösung für das Zypern-Problem weiter unterstützen. Zypern ist seit einem Putsch griechischer Nationalisten in Nikosia und einer anschließenden türkischen Militärintervention 1974 geteilt. Der bis heute ungelöste Zypern-Konflikt bildet eines der schwierigsten Probleme der türkischen EU-Bewerbung.

Unmittelbar nach der Ankunft von Gül in Zypern begann seine Frau Hayrünnisa gemeinsam mit Talats Gattin Oya ein besonderes Damenprogramm. Der sonst übliche militärische Empfang für den türkischen Präsidenten am Flughafen sollte später an Talats Amtssitz nachgeholt werden.

Mit dieser protokollarischen Sonderregelung sollte ein direktes Treffen zwischen der Präsidentengattin im Kopftuch mit den auf Zypern stationierten Soldaten der türkischen Armee verhindert werden. An einem für Dienstagabend geplanten Empfang Talats für die Gäste aus Ankara würden die türkischen Armeevertreter nicht teilnehmen, berichteten türkische Medien.

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