Gigantische Laserstrahlen könnten Erde vor Aliens schützen

Der Artikel erschien bereits am Donnerstag – und der Leiter der Royal Astronomical Society, Robert Massey, versicherte am Freitag: “Trotz des Timings ist es wirklich kein Aprilscherz. Das ist eine ernsthaft Studie.”
Nicht nur Hollywood-Studios, auch Wissenschafter machen sich schon seit langem mehr oder weniger ernsthafte Gedanken darüber, was dem Menschen bei einer Begegnung mit Außerirdischen blühen würde. Wären die Aliens freundlich gesinnt – oder würden sie die Menschheit unterdrücken oder gar auslöschen und die Ressourcen der Erde ausbeuten?
Damit es gar nicht so weit kommen kann, schlagen Kipping und Teachey eine Art Lichtschutzschild für die Erde vor. Dabei stützen sie sich auf die Methode, mit der Forscher mit modernen Teleskopen weit entfernte Planeten entdecken.
Da Planeten kein eigenes Licht abstrahlen, müssen die Momente abgewartet werden, an denen ein Planet zwischen seiner Sonne und dem Teleskop vorbeizieht – erkennbar wird das, weil der Planet seine Sonne teilweise verdeckt und die Lichtintensität abnimmt. Das gleiche Verfahren, so die Logik der Studienautoren, könnten Aliens auch anwenden.
“Die Transitmethode ist derzeit das erfolgreichste Instrument zur Entdeckung und Charakterisierung von Planeten, über das wir verfügen”, schreiben die Wissenschafter. “Andere entwickelte Zivilisationen würden diese Technik sicherlich kennen.”
Verdunkelung wird gezielt überspielt
Damit die Erde also unentdeckt von den Teleskopen von Außerirdischen vorbeiziehen kann, könnten Laserstrahlen die von der Erde geschluckte Sonnenstrahlung ausgleichen. Um das Spektrum des sichtbaren Lichts abzudecken, müsste das Signal durch einen Laser mit einer Leistung von 30 Millionen Watt ausgeglichen werden, der einmal im Jahr für zehn Stunden angeschaltet wird. Ein noch umfassenderer Schutz, der alle Wellenlängen abdeckt, würde 250 Millionen Watt benötigen.
“Es gibt eine anhaltende Debatte darüber, ob wir uns erkennbar machen oder verstecken sollten vor entwickelten Zivilisationen, die auf Planeten in der Galaxie leben könnten”, erklärte Kipping. “Unsere Arbeit gibt der Menschheit die Wahl, zumindest für Transitmomente, und wir sollten überlegen, was wir wollen.”
(APA)
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